G1: Hardware-Review

Nachdem ich das G1 jetzt fast zwei Wochen lang verwende, hab ich genügend Erfahrung mit der Hardware bekommen, um darüber zu schreiben.

Für das Design des G1 wurden Google und HTC bekanntlich vielfach gescholten – es sieht einfach nicht so gut aus wie das iPhone. Eine Gemeinsamkeit, die das G1 mit fast allen Smartphones am Markt hat.

Wie angekündigt, werde ich das G1 vor allem mit meinem bestehenden Smartphone, dem Palm Treo 750, vergleichen. Über Kommentare, wie sich das G1 in den einzelnen Bereichen mit dem iPhone und anderen Smartphones vergleicht, freue ich mich sehr!

Bildschirm

Der Bildschirm kann sich sehen lassen. Die Auflösung gleicht mit 320×480 Pixel der des iPhones, er ist mit aufgedrehter Bildschirmbeleuchtung hell und kontrastreich. (Wobei ich nicht empfehle, die Bildschirmbeleuchtung aufzudrehen.)

Im Vergleich zu meinem Treo gewinnt das G1 eindeutig.

Trackball

Google hat sich natürlich nicht nur vom iPhone inspirieren lassen, sondern auch von Blackberry – und hat diesen eigenartigen Trackball eingebaut, mit dem man Scrollen und Klicken kann. Ich versuche, dessen Sinnhaftigkeit zu verstehen und komme immer wieder zu dem Schluss, dass dieses Ding einfach völliger Blödsinn ist.

Eine Bitte: Diese Blackberry-“Innovation” darf in zukünftigen Smartphones fehlen!

Tastatur

Ein viel kommunizierter Vorteil des G1 gegenüber dem iPhone ist die eingebaute Tastatur. In der Realität ist der nicht so groß. Eine eingebaute Tastatur ist zwar grundsätzlich praktisch, hier konkret aber sehr dilettantisch implementiert:

Die (weiße) Beleuchtung der Tastatur (beim weißen G1) führt dazu, dass die (weißen) Tastenbeschriftung nicht mehr lesbar ist.
Hier muss angemerkt werden, dass ich relativ schnell gut genug “blind” tippen konnte. Außerdem wird das Problem durch die Applikation Dark Keys teilweise behoben und besteht beim schwarzen G1 gar nicht.

Die Tasten sind kaum ertastbar. Die Tasten sind nicht abgerundet, was zwar gut aussieht, aber die Ertastbarkeit (die für blindes Tippen wichtig ist) ruiniert. Außerdem ist zwischen den Tasten zu viel Abstand. Die Tastatur fühlt sich nicht wirklich gut an.

In diesem Punkt gewinnt mein Treo. Die Tasten sind kleiner und enger beieinander, aber dennoch leichter zu bedienen.

Externe Funktionstasten

Das G1 hat acht Funktionstasten, abgesehen von der Tastatur. Manche sind nützlich (Lautstärke regeln, Foto knipsen), aber vor allem die fünf Tasten unter dem Display sollte Google noch einmal überdenken. Sie sehen nicht nur nicht aufregend aus, sie sind auch ersetzbar.
Ich kann verstehen, wenn ein Klumpert wie Windows Mobile nicht ohne diese vielen Tasten auskommt – Android sollte das aber nicht müssen.

Mein Treo ist natürlich um nichts besser. :)

Kamera

Die Kamera habe ich ganz kurz schon in meinem ersten Beitrag verglichen – das G1 hat eine 3,2 Megapixel-Kamera, die iPhone-Kamera hat 2 Megapixel und der Treo hat 1,3 Megapixel. Klarer Gewinner mit einem blauem Auge ist das G1. Das blaue Auge deshalb, weil all diese Kameras wegen der schlechten Linse und dem fehlenden Blitz nur unter besten Lichtbedingungen verwendbar sind. Blitzlose Vergleichsbilder mit dem Treo gibts hier.
(Das Palm Pre wird übrigens neben der 3,2 Megapixel-Kamera eine Art Blitzlicht und eine innovative Bildverschönerungstechnologie haben.)

Gewinnen tut in der Kategorie weder Treo noch G1: Ich finde Händi-Kameras ohne Blitz in etwa so überflüssig wie einen Kropf.

Kopfhörer

Ein Missgriff, über den ich bisher relativ wenig gelesen habe, ist die fehlende Musik-Player-Fähigkeit von G1 und Android. Ich weiß nicht, ob ich das G1 als MP3-Player verwenden wollen würde – es spricht aber grundsätzlich nichts dagegen: Ich hab das Gerät immer dabei und es hat einen erweiterbaren Speicher.

Leider ist hier nicht nur die Musik-Software furchtbar klobig, es fehlt auch der Standard-Kopfhörer-Anschluss. Stattdessen wird MicroUSB eingesetzt – an sich zwar eine Standard-USB-Schnittstelle, die Anzahl der MicroUSB-Kopfhörer, die ich in meinem Leben gesehen habe, lässt sich allerdings an einem halben Finger abzählen. So richtig als Kopfhörer zählt nämlich das mitgelieferte Headset nämlich nicht. Ein Adapter würde Abhilfe schaffen, wird allerdings nicht mitgeliefert.

Allgemeiner Formfaktor

Zwei Kritikpunkte:

  1. Der Knick unter dem Display schaut komisch aus und sollte nicht notwendig sein. (Jedes andere Smartphone kommt gut ohne zurecht.)
  2. Der Display ist ca. 1,5 Zentimeter zu weit oben, um es einhändig bedienen zu können.

Allgemein:

Das G1 lässt sich Design-mäßig relativ klar eingliedern: Ein deutliches Stück hinter dem iPhone, in einer Reihe mit den vielen anderen Verfolgern. Damit ist es für sehr viele Menschen mehr als geeignet, denn trotz iPhone werden millionenfach Smartphones anderer Marken verkauft.

Wichtig auch: Das Betriebssystem Android wird in diesem Artikel logischerweise nicht erwähnt, sollte aber bei einer Kaufentscheidung ebenfalls eine große Rolle spielen!

MobilePress + WordPress = Mobile Blog

Sebmos Mobile

Das T-Mobile G1 hat zwar einen sehr guten Browser, für kleine Bildschirme optimierte Websites surfen sich aber trotzdem besser. Deshalb wollte ich meinen Blog für Smartphones ein eigenes Design verpassen. Meine Erfahrungen damit möchte ich hier für andere WordPress-Blogger/innen präsentieren.

Designen für Smartphones

Designen für Smartphones funktioniert anders als für Websites. Während man bei Websites mehrere Spalten nebeneinander hat und mit der Maus eine sehr präzise Auswahltechnologie hat, hat man auf dem Smartphone einen schmalen Display und klobige Finger.

Die Adaption des Designs von sebmos.at für Smartphones habe ich auf dem mitglieferten MobilePress-Design aufgebaut – und einfach mein Farbschema darübergestülpt. Am wichtigsten ist dann, dass die Links anklickbar sind. Das muss man ausprobieren – ohne Smartphone geht das natürlich nicht.

MobilePress

Es gibt zwei WordPress-Plugins, die die Entwicklung von Smartphone-Designs parallel zum “normalen” Design sehr einfach machen. Das eine heißt WPtouch iPhone Theme, das andere MobilePress. WPtouch sieht wie eine iPhone Applikation aus – das halt ich für eine schlechte Idee. Das schaut weder gut auf Nicht-iPhones aus, sondern passt auch nicht. Eine Applikation ist eine Applikation, eine Website ist eine Website.

MobilePress dagegen ist ziemlich sehr flexibel und erlaubt die Auswahl verschiedener Designs für verschiedene Smartphone-Typen (iPhone, Opera Mini & Windows Mobile). Leider ist Android (noch) nicht darunter, daher muss man im Code des Plugins basteln.

In der Datei wp-content/plugins/mobilepress/check.php, wahrscheinlich in der Zeile 82, ist ungefähr folgender Code:

case ( preg_match('/(up.browser|up.link|...

Hier musst du “android|” einfügen:

case ( preg_match('/(android|up.browser|up.link|...

Damit wird Android erkannt. Damit gibt MobilePress zwar noch nicht die Möglichkeit, ein eigenes Design für Android-Smartphones zu entwickeln, immerhin wird es aber erkannt und bekommt das Standard-Design zugewiesen.

Problem: WP-Super-Cache

Der Grund, warum ich MobilePress momentan wieder deaktiviert habe, liegt aber ganz wo anders. Das Plugin WP-Super-Cache, das WordPress-Seiten auf dem Server zwischenspeichert, damit sie nicht bei jedem Aufruf neu geladen werden müssen, spießt sich mit MobilePress. Man kann zwar “Mobile device support” aktivieren, das löst aber das Problem nicht vollständig. Nicht nur muss man auch hier wieder Android-Support nachrüsten (in der Datei wp-content/wp-cache-config.php, in der viertletzten Zeile muss zur Variable $wp_cache_mobile_browsers die Zeichenkette “Android, “ ergänzt werden), das Wechseln zwischen Mobile und Standard-Design scheint Probleme zu verursachen – meine Startseite wurde in den letzten Tagen auf Desktop-Browsern mehrmals im Smartphone-Design ausgeliefert.

Im Moment bleibt MobilePress bei mir deaktiviert.

Factolex WordPress Plugin

Ich habe gestern abend mein erstes WordPress-Plugin veröffentlicht – eines, das ich schon seit ein, zwei Monaten privat verwende. Es setzt auf die API von Factolex auf, einem “Lexikon für Fakten” auf, das von Alexander Kirk entwickelt wird.

zum Plugin

Mit dem Plugin kann man recht einfach die Factolex-API abfragen – ich verwende sie dazu, meine Tag-Seiten nützlicher zu gestalten.

Factolex WordPress Screenshot

Auf diesem Screenshot sieht man, wie das Plugin bei mir eingesetzt wird (die Infos im roten Kasten sind von Factolex, der Rest kommt von einem anderen Plugin, an dem ich gerade arbeite). Es ist praktisch, relativ einfach einzubauen und hat zumindest mir schon ein paar Besucher/innen von Suchmaschinen gebracht, die ich sonst nicht bekommen hätte.
Zum Einbauen braucht man minimale Entwickler-Kenntnisse, ich helfe aber gerne bei einfachen Fragen.

Alle weiteren Informationen und Kommentare gibt es auf der englischsprachigen Plugin-Seite auf diesem Blog. (Auf diesem Artikel wurden Kommentare deaktiviert, damit sie auf der Plugin-Seite gesammelt werden.)

zum Plugin

G1: Tricks zum Akku sparen

Die größte Schwäche des T-Mobile G1 ist der Akku, der nur ca. einen Tag durchhält, bei starker Verwendung noch viel weniger. HTC, T-Mobile und Google tun leider nichts dagegen, um das Problem zu beheben. Es wurde weder ein besserer Akku eingebaut (warum nicht?), noch werden Akku-Spar-Programme mitgeliefert.

Mit einigen Tricks kann man die Akkulaufzeit aber deutlich ausdehnen, damit bei aktiver Verwendung wenigstens eine Akkulaufzeit von einem ganzen Tag möglich ist. In meinem zweiten Artikel Weitere Tipps zum Akku sparen habe ich einige Kommentare und Hinweise, die ich von den Blog-Leser/innen bekommen habe, aufgeschrieben.

Diese Tricks funktionieren selbstverständlich nicht nur mit dem G1, sondern auch allen andern Android-Smartphones wie dem HTC Magic, dem bald kommenden HTC Hero und alle weiteren!

Programme

Eininge Programme übernehmen das Akku sparen oder machen es wenigstens sehr einfach. Die drei nützlichsten, die ich alle selbst installiert und mehrere Tage lang getestet habe, sind folgende:

Power Manager

Power ManagerDer Power Manager deaktiviert bestimmte Funktionen des Smartphone basierend auf der verbleibenden Akku-Ladung. In der Standard-Konfiguration werden beispielsweise ab weniger als 30% Akku die Hintergrundbeleuchtung heruntergeschalten und WLAN, Bluetooth und GPS deaktiviert. Damit kann man, wenns knapp wird, noch ein, zwei Stunden herausholen.

Die Anwendung war ursprünglich kostenlos, kostet jetzt aber 0,99 Dollar. Im Moment wird auf der Homepage auch die kostenlose Version noch zum Download angeboten, die Datei muss direkt vom Android-Smartphone heruntergeladen werden. (Wichtig: Dann natürlich nicht die Anwendung updaten, da sonst die kostenpflichtige Trial-Version geladen wird.)

Power Manager liefert die beste “Out of the Box”-Konfiguration.

zur Homepage (im Android Market unter “Power Manager”)

Locale

Locale ScreenshotLocale ist wesentlich komplexer als Power Manager. So kann die Android-Konfiguration auf Basis vom aktuellen Standpunkt, Uhrzeit, Anrufer/in oder bestimmten Terminen geändert werden. Damit könnte man am Arbeitsplatz (auf Basis der Uhrzeit) Services wie GPS und WLAN deaktivieren oder in der Nacht die unnötigen Datendienste (3G, WLAN) zu deaktivieren.

Durch das vielen Konfigurationsmöglichkeiten ist die Anwendung etwas komplizierter einzustellen, geht aber weit über Stromspar-Funktionen hinaus.

zur Homepage (im Android Market als “Locale” zu finden)

Dark Keys

Dark Keys deaktiviert auf Wunsch die Tastaturbeleuchtung. Die Anwendung schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Nicht nur spart es ein ganz kleines bisschen der Akkulaufzeit, es löst auch das Problem der unlesbaren Tasten beim weißen G1.

Zu finden im Android Market unter “Dark Keys”.

Einstellungen

Es gibt einige Einstellungen, deren Auswirkung man verstehen muss, um sie richtig verwenden zu können. Folgende (konfigurierbare) Funktionen gehören zu den Top Stromsaugern:

Hintergrundbeleuchtung

Die Hintergrundbeleuchtung eines jeden Bildschirms frisst viel Strom, das ist beim G1 nicht anders. Als ich am ersten Tag die Hintergrundbeleuchtung auf das Maximum eingestellt habe, war der Akku nach wenigen Stunden leer.
Die Beleuchtung runter zu drehen, kann viel Akku sparen.

Nicht vergessen: Ein zu dunkler Bildschirm ist schädlich für die Augen. Wir wärs also, wenn du die Hintergrundbeleuchtung am Abend (wo weniger Umgebungslicht vorhanden ist) mit Hilfe der Locale-Applikation heller drehst, untertags dafür vollständig abdrehst?

GPS

GPS ermöglicht die sehr genaue Positionierung des Smartphones und kostet, wenn aktiviert, ein Haufen Strom. GPS wird zwar nur aktiviert, wenn man es auch tatsächlich verwendet, manche Anwendungen verwenden GPS aber automatisch, auch wenn die Funktion im Moment nicht gewünscht ist.

Ich habe GPS grundsätzlich deaktiviert und aktiviere es nach Bedarf.

WLAN

WLAN ist ein cooles, aber nicht immer notwendiges, Feature. Wenn ich eine 3G-Verbindung habe und keine großen Dateien herunterlade, ist mir das mehr als genug. WLAN lohnt sich primär dann, wenn die 3G-Verbindung besonders langsam oder eine verfügbare WLAN-Verbindung besonders schnell ist.

Außerdem wurde das erste Android-Update nur über WLAN ausgeliefert! Wie das Update von Version 1.0 auf Version 1.5 “Cupcake” ablaufen wird, weiß ich auch nicht so recht.

Wirtschaftskrise beendet das Kapitel “Bundesheer”

Die Wirtschaftskrise, in der sich die Welt zur Zeit befindet, ist eine allesvernichtende Welle, die bislang vor nichts halt gemacht hat. Daran werden auch sinnlose Milliardeninvestitionen in sterbende Industrien oder ein Kniefall vor den Industrie-Lobbies nichts ändern.

Ein Opfer, über das wenig berichtet wird, ist dabei das österreichische Bundesheer, dem von ÖVP-Finanzminister Josef Pröll das Budget zusammengestrichen wird. Die Differenz zwischen Budget-Planung des Bundesheeres und des Finanzministeriums beträgt ca. 500 Millionen Euro.

“Man darf das ja gar nicht zu laut sagen, aber: Hat man eigentlich bedacht, was das für Österreich bedeuten würde, wenn es in der Ukraine zu einem Bürgerkrieg kommt? Oder wenn Österreich Ziel von Terroranschlägen wird und der Ruf laut wird, dass sofort alle Kraftwerke und Staudämme vom Heer bewacht werden müssen? Da kann man nicht in ein paar Wochen wieder aufbauen, was man jetzt an Strukturen fahrlässig zusammenbrechen lässt!”
Eduard Paulus, Präsident der Offiziersgesellschaft

Atombombe

Die Bedrohungssituation in Österreich ist natürlich nicht so schlimm, wie Herr Paulus das andeutet. Ein ukrainischer Bürgerkrieg, müsste erst einmal die Slovakei oder Ungarn erfassen, bevor er nach Österreich käme. Das ist nicht wahrscheinlich. Für Staudammbewachung (??) dagegen braucht Österreich keine unfreiwilligen, schlecht ausgebildeten Wehrpflichtigen, kein Berufsheer bestehend aus Offizieren, sondern kleine Mannschaften mit Boden-Luft-Raketen und gut ausgebildete Schnell-Eingreif-Truppen.

Es ist richtig, dass am Bundesheer eingespart wird. Es hat keine Priorität in einer Zeit, in der der Staat ohnehin schon viel Geld ausgeben muss, um den Wohlstand im Land so weit als möglich zu erhalten.
Hoffentlich wird das Bundesheer ganz einfach Geld sparen. So könnten zum Beispiel noch einige Kasernen verkauft werden, die aus politischen Gründen (um einen ÖVP-Bürgermeister zu besänftigen) aufrecht erhalten werden. Es könnte die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft werden (und stattdessen ein Katastrophenschutz-Dienst gegründet werden). Es könnten die eigenen Ränge von inkompetenten Deppen befreit werden.

Die Wirtschaftskrise beendet das Kapitel “Bundesheer” unserer Republik. Es wird weiterhin ein Militär geben – aber es wird andere (echte) Aufgaben erfüllen, anders ausgerüstet sein und deutlich kleiner sein als bisher. Das Heer kann nicht anders, als sich zu reformieren und wesentlich sparsamer zu werden.

G1: Schmetterlings-Pickerl

G1 SchmetterlingeMan kann HTC beim Designen des G1/HTC Dream ja einiges vorwerfen, aber es ist nicht alles schlecht. In der G1-Packung hab ich zwei Zettel voll mit Pickerl (verschiedene Formen, Schmetterlinge & Pflanzen) gefunden, mit denen man sich das Smartphone verzieren und personalisieren kann.

Ich bin ein Fan von solchen Sachen, also hab ich mich heute hingesetzt, skizziert, welche Pickerl ich wo hinkleben werde und bin bewaffnet mit einer Pinzette zur Tat geschritten.

Rechts ist ein Foto von der neuen Rückseite meines G1.

G1: Palm Treo vs. Android – Mein erster Eindruck

Ich bin seit Montag einer der 10 Blogger/innen, die von T-Mobile ein G1 als Testgerät erhalten haben, um darüber zu bloggen. Ich bin gemeinsam mit Jana Herwig, Fabian Pimminer, Robert Hammerl und Hans-Peter Manzenreiter der vierte, die in der zweiten Runde neu eingestiegen ist. Auf Mobileblogger.at werden unsere Beiträge aggregiert und gesammelt. Ich steige in die Testrunde als einer der wenigen ein, die kein iPhone besitzen, sondern einen Windows Mobile-basierten Palm Treo 750.

Mein allererster Eindruck

1. Ich mag das Gerät.

2. Der Akku ist furchtbar. Er ist ein Dealbreaker, weil er nicht nur nicht so gut ist, sondern wirklich schlecht. Ich habe ihn heute in der Früh und am Nachmittag aufladen müssen. Zugegeben, ich hab das Gerät ungeschickt konfiguriert, mittlerweile ist das Gerät deutlich sparsamer. Das kostenlose Programm Power Manager hat mir enorm dabei geholfen, die Akkulaufzeit zu verlängern. Google sollte so eine Anwendung selbst entwickeln oder Power Manager von Haus aus mitliefern!

3. Android ist gut, aber buggy. Es gibt noch Probleme, beim G1-Stammtisch im Werkzeug H haben einige der Blogger/innen von Stabilitätsproblemen erzählt. Die sind aber behebbar, das Android lädt regelmäßig (?) Updates herunter, in den nächsten Tagen wird wieder eines ausgeliefert. In zwei, drei Monaten wird das Android-Betriebssystem wahrscheinlich so stabil sein wie jedes andere auch.
Abgesehen davon bin ich ein Fan davon. Es mag nicht so elegant wie das iPhone sein, aber es funktioniert bestens. Es gibt einige Mängel, die ich in einem späteren Artikel zusammenfassen werde.

Kamera-Vergleich

Ein kleiner Vorgeschmack auf den Vergleich zwischen Palm Treo und dem G1 sind diese beiden Fotos, bei denen ich das jeweils andere Smartphone fotografiert hab. Die G1-Kamera ist ganz gut, vor allem im Vergleich zum Treo-Kamera, das ein ziemlich unscharfes Foto gemacht hat. Sogar verkleinert schaut es noch ziemlich körnig – und eben unscharf – aus.

Foto von Palm Treo aufgenommen vom G1

G1-Foto vom Treo

Foto vom G1, aufgenommen vom Palm Treo

Treo-Foto vom G1

Google stoppt Radio- und Zeitungswerbung

Google hat innerhalb eines Monats die Pläne, das erfolgreiche AdSense-Modell auf Radios und Zeitungen zu erweitern, gestoppt. Werbe-Kund/innen sollten, ähnlich wie bei den Online-Werbungen, Werbung in Zeitungen und Radios ersteigern können. Dazu hat Google 2006 das Unternehmen dMarc Broadcasting gekauft, um fette 102 Millionen Dollar. 40 Mitarbeiter/innen der Abteilung werden unter Umständen entlassen.
Von den exotischen Werbe-Experimenten bleibt nur noch AdWords for TV übrig. Das läuft aber auch nicht aufregend (sonst würde Google damit angeben), vermutlich wird Google also auch hier bald den Stecker ziehen.

Das ist gut so.

Google dominiert den Suchmaschinenmarkt und die Suchmaschinen-Werbung und betreibt eine der größten Werbe-Vermarktungs-Plattform (AdSense/DoubleClick), eines der größten Webmail-Angebote, die größte Video-Plattform, einen der meistverbreiteten webbasierten RSS-Reader, eines der großen Social Networks (Orkut), eines der weitverbreitetsten Statistik-Services und entwickelt ein vielversprechendes Smartphone-Betriebssystem, das auch auf Netbooks portiert werden soll.

Google ist mächtig genug. Es wird Zeit, dass es irgendwo versagt.

Google PowerMeter & Grüne Wärmebild-Kampagne

Technologie vereinfacht unser Leben, das verstehen mittlerweile selbst stockkonservative Ewiggestrige. Sie wird auch eine wesentliche Rolle in einer Energiewende, welcher Art auch immer, spielen. Ich möchte hier kurz zwei Initiativen vorstellen, die das Potential haben, unser beim Energiesparen ganz wesentlich zu helfen.

Google PowerMeter

“If you cannot measure it, you cannot improve it.” (Lord Kelvin)

Googles philantropischer Arm, Google.org, hat vor einigen Tagen Google PowerMeter angekündigt – eine Software, die den Energieverbrauch misst, analysiert und aufschlüsselt. Sie soll sich in Energiemessgeräte reinhängen und einfache Reports anbieten, mit denen der Energieverbrauch gut kontrolliert werden kann. So wird ein Energie-Report in etwa aussehen:

Google PowerMeter Screenshot

Google ist als eines der mächtigsten Technologie-Unternehmen eine der wenigen Firmen, die so ein Projekt wirklich umsetzen kann und wird damit ziemlich sicher den Strombedarf der meisten Menschen merkbar reduzieren können. Ein alter, stromfressender Kühlschrank wird damit plötzlich zu einer messbaren Einheit, anstatt ein nicht ausgewiesener Teil der Stromrechnung.

Das Programm befindet sich im Google-internen Test, genauere Details (Ist das eine Web- oder eine Desktop-Anwendung? Findet die Analyse auf Google-Servern oder offline statt?) sind noch nicht bekannt.

Grüne Wärmebild-Kampagne

Die Grünen haben mich nach der Causa Voggenhuber wieder einmal positiv überrascht. Sie laufen nämlich mit einer Wärmebildkamera durch Wien, fotografieren Häuser und dokumentieren die Sanierungs-Notwendigkeit. Die meisten Wiener Häuser könnten durch Sanierung ihren Mieter/innen viel Geld sparen, die Grünen schätzen die möglichen durchschlittlichen Einsparungen auf 850 Euro pro Haushalt & Jahr.

Wir haben unser Haus in Freistadt vor einigen Jahren ebenfalls mit einer Wärmebild-Kamera fotografieren lassen und daraufhin alle Fenster ausgewechselt sowie einen Teil des Hauses gedämmt. Diese Investition braucht zwar einige Jahre, bevor sie sich amortisiert, tun wird sie das aber auf jeden Fall – und wir konnten letztes Jahr einen der beiden Kellerräume, in dem Heizmaterial gelagert wurde, zu einem normalen Kellerraum zurück bauen.

Diese Kampagne wird den Mieter/innen zwar nicht direkt helfen, hat aber das Potential, politischen Druck auszuüben, damit endlich die Sanierung von Altbauten mehr gefördert und mehr erzwungen wird. Das Einsparungspotential ist offensichtlich enorm!

Google PowerMeter & Grüne Wärmebild-Kampagne

Technologie vereinfacht unser Leben, das verstehen mittlerweile selbst stockkonservative Ewiggestrige. Sie wird auch eine wesentliche Rolle in einer Energiewende, welcher Art auch immer, spielen. Ich möchte hier kurz zwei Initiativen vorstellen, die das Potential haben, unser beim Energiesparen ganz wesentlich zu helfen.

Google PowerMeter

“If you cannot measure it, you cannot improve it.” (Lord Kelvin)

Googles philantropischer Arm, Google.org, hat vor einigen Tagen Google PowerMeter angekündigt – eine Software, die den Energieverbrauch misst, analysiert und aufschlüsselt. Sie soll sich in Energiemessgeräte reinhängen und einfache Reports anbieten, mit denen der Energieverbrauch gut kontrolliert werden kann. So wird ein Energie-Report in etwa aussehen:

Google PowerMeter Screenshot

Google ist als eines der mächtigsten Technologie-Unternehmen eine der wenigen Firmen, die so ein Projekt wirklich umsetzen kann und wird damit ziemlich sicher den Strombedarf der meisten Menschen merkbar reduzieren können. Ein alter, stromfressender Kühlschrank wird damit plötzlich zu einer messbaren Einheit, anstatt ein nicht ausgewiesener Teil der Stromrechnung.

Das Programm befindet sich im Google-internen Test, genauere Details (Ist das eine Web- oder eine Desktop-Anwendung? Findet die Analyse auf Google-Servern oder offline statt?) sind noch nicht bekannt.

Grüne Wärmebild-Kampagne

Die Grünen haben mich nach der Causa Voggenhuber wieder einmal positiv überrascht. Sie laufen nämlich mit einer Wärmebildkamera durch Wien, fotografieren Häuser und dokumentieren die Sanierungs-Notwendigkeit. Die meisten Wiener Häuser könnten durch Sanierung ihren Mieter/innen viel Geld sparen, die Grünen schätzen die möglichen durchschlittlichen Einsparungen auf 850 Euro pro Haushalt & Jahr.

Wir haben unser Haus in Freistadt vor einigen Jahren ebenfalls mit einer Wärmebild-Kamera fotografieren lassen und daraufhin alle Fenster ausgewechselt sowie einen Teil des Hauses gedämmt. Diese Investition braucht zwar einige Jahre, bevor sie sich amortisiert, tun wird sie das aber auf jeden Fall – und wir konnten letztes Jahr einen der beiden Kellerräume, in dem Heizmaterial gelagert wurde, zu einem normalen Kellerraum zurück bauen.

Diese Kampagne wird den Mieter/innen zwar nicht direkt helfen, hat aber das Potential, politischen Druck auszuüben, damit endlich die Sanierung von Altbauten mehr gefördert und mehr erzwungen wird. Das Einsparungspotential ist offensichtlich enorm!