Anti-SPAM, am Ziel vorbei

Zwei mal hab ich in den letzten Tagen mit eigenartiger Anti-SPAM-Technologie kämpfen müssen und dabei gesehen, wie genial Google eigentlich ist.

  1. Challenge-Response-Authentifizierung
    Dabei wird eine E-Mail-Whitelist aufgebau, in dem jede Absender beim ersten E-Mail einen Link anklicken muss, um die E-Mail-Adresse zu authentifizieren.
    Das sorgt vielleicht dafür, dass weniger E-Mails kommen, hilft aber überhaupt nicht gegen Würmer (die ja meistens automatisch an alle Adressen im Adressbuch eines infizierten Computers geschickt werden, wovon die meisten schon bestätigt sein werden), und sorgt dafür, dass eine große Anzahl an E-Mails gleich gar nicht ankommt! (So passiert bei uns, als ein E-Mail von einer möglichen Partnerfirma einfach nicht ankam.) Das Problem an diesen Bestätigungs-E-Mails, die von den Mail-Servern da ausgeschickt werden ist nämlich, dass diese E-Mails ihrerseits wieder oft als SPAM eingestuft werden, oder sich die Empfänger dieser E-Mails nicht auskennen und sie einfach löschen. (Geschweige, dass diese E-Mails nicht einmal in einer richtigen Kodierung übermittelt werden, daher also keine Umlaute angezeigt werden.) Die schlechteste Erfindung, seit es Anti-SPAM-Technologien gibt!
  2. GMX Anti-SPAM
    Ich weiß nicht, worauf GMX seine Anti-SPAM-Technologien basiert – angeblich auf Bayesianische Filter (also trainierbaren Filtern), Whitelists und anderen Dingen. Irgendwie ist das aber anscheinend alles ziemlich mies umgesetzt – viele legitime E-Mails werden nämlich geblockt. Gmail macht das besser, da hab ich nie Probleme mit false negatives und fast nie mit false positives.

Schlussendlich zeigt mir das einmal mehr, wie gut Google seine Gmail-Filter trainiert, und wie wichtig diese Investitionen sind. Ich habe nämlich absolut keine Lust, mich durch 1.500 SPAM-Mails pro Monat zu wühlen (mein aktueller Stand – ich war aber schon bei über 4.000 SPAMs pro Monat).

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