Apple: Hände weg von Politik!

Ich kann es nicht vermeiden, über Apple’s iPhone zu schreiben. Aber statt eine Review zu schreiben, auf Basis eines Produktes, das ich nicht einmal besitze, werde ich anhand des iPhone in Apple’s Geschäftspolitik hineinblicken.

Slate Magazine, ein Englisch-sprachiges Online-Magazin, beschwert sich darüber, dass das iPhone nicht wirklich revolutionär ist.

Die Gründe:

  • Es ist nur mit AT&T zu haben. Man kann es auch nicht nachträglich ummelden.
  • Es ist nicht möglich, Skype oder andere VoIP-Angebote zu nützen.
  • Es unterstützt nur EDGE, kein UMTS.
  • Es unterstützt keine Programmierumgebungen wie Java, Flash oder das .NET Framework.

Alle diese Argumente sind korrekt. Es stimmt. Apple hat sehr viele Sachen nicht gemacht, die im Sinne der Kund/innen wären. Trotzdem ist das iPhone revolutionär.

Aber: Apple ist eine Firma, die sich von Politik fern hält, wenn dadurch kein Vorteil entsteht.

Natürlich wäre es für die Kund/innen besser, wenn Apple Skype, Google Talk und andere Voice over IP-Angebote erlauben würde. Natürlich hätte ich gerne bessere eine Entwicklungs-Umgebung. Aber das ist Politik. Und die ist ein heißes Pflaster.

Apple mischt sich in “politische” Entscheidungen nur dann ein, wenn für die Firma daraus ein Vorteil entsteht. Jahrelang war Apple zum Beispiel ein Umweltsünder sondergleichen. Sogar Dell war besser. Jetzt gibt es zwar eine Umwelt-Initiative – aber nur deshalb, weil das Thema populär ist.

Politik ist für Unternehmen nur dann wichtig, wenn sie Geld bringt.

Das ist eine ganz einfache (traurige) Regel und Apple hält sich strikt daran.

Und übrigens: Das iPhone unterstützt WLAN!


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3 Kommentare »

Gerald
5. Juli 2007 @ 06:42 Uhr

Guten morgen.

Nunja dain Artikel über das Iphone ist zimlich interessant wenn auch nicht gans richtig soweit ich weis!

Das “Handy” Wird in Europa höchst warscheinlich UMTS unterstützen, in den USA ist UMTS weitgehen unbekant bzw zuwenig ausgebaut.

Skype und Voip sind in Planung nur zur zeit nicht umsetzbar seitens Apple.

Programierumgebung da bin ich mir nicht gans sicher ich weiß nur das jedes Programm das für das Iphone von dritten entwickelt wird von Apple freigegeben werden muss und erst dann auf das Handy geladen werden kann. Find ich aber nicht einmal so schlimm da ja sonst jeder irgent etwas programmieren kann was eventuell ein Trojaner Virus oder sonst was ist. Das ist nur eine Sicherheitsmaßnahme Apples das das schönne handy nicht von irgentwelchen Drecksprogrammen verseucht wird!

Was mich viel mehr stört ist dass man nicht nach namen im Telefonbuch suchen kann und das der Akku nicht austauschbar ist, das wird aber hoffentlich noch geändert.

Des weiteren ist die grundgebür für dieses Handy ein scherz!
AT&T Traut sich 60 USD im Monat dafür verlangen, dass ist aber nur der kleinste tarif und es gibt noch weit teurere Tarife.
Zwar hat man dafür einiges an Freiminuten und ein gewisses datenvolumen aber trotzdem finde ich es eine frechheit für ein Handy das ca 600 USD in der Anschaffung kostet noch monatlich mindestens 60 USD grundgebür zu zahlen. Mal kuken wie das dann in Europa ist wenn es gegen Jahresende auch bei uns zu haben ist!

MFG

Sebastian Moser
5. Juli 2007 @ 10:46 Uhr

Lieber Gerald, danke für deinen Kommentar. Kurz zu den Fakten:

Auch in Europa ist UMTS nicht wirklich ausgebaut, und das war auch nicht die Ausrede von Apple. Apple hat sich auf die Batterie ausgeredet, von der das iPhone zu viel braucht.
An sich gibt es aber auch in den USA UMTS, in den Ballungszentren auf jeden Fall. EDGE ist an sich ein Witz, weil ziemlich langsam.

Skype und VoIP sind sehr wohl umsetzbar, das ist eine reine Software-Frage. Apple sucht hier eine dumme Ausrede. Genauso wie das mit der Programmierumgebung. Für Windows Mobile oder Palm-Telefone gibts auch keine Viren, oder fast keine. Eine Programmierumgebung sollte ja keine Virus-Entwicklung fördern.

Wegen der Grundgebühr: 60 Dollar Grundgebühr ist in den USA nichts aufregendes, das ist dort normal oder maximal ein _bisschen_ hoch. Handypreismäßig sind wir in Österreich ja ziemlich gesegnet.

Die Frage ist eher, wie das in Europa wird – wird Apple hier akzeptieren, dass die Preislage anders ist?

Gerald
5. Juli 2007 @ 11:10 Uhr

Lieber Sebastian!

Mir ist sehr wohl bewust das auch in europa UMTS Nicht wirkich ausgebaut ist aber in den USA wo man fro sein muss dass wenn man von den Hauptverkehrswegen abweicht überhaupt noch einen Handyempfang hat ist flechendeckendes UMTS ein Traum in weiter ferne!
Wobei Österreich an und für sich eine Sehr gute UMTS abdeckung hat! Sogar in unserem kleinen Kaff nahe der Grenze (Leopoldschlag) Habe ich UMTS empfang.
Hab wo gelesen wo genau weis ich jezt nicht aber egal das die UMTS anbindung in europa zumindest fix geplant ist! Nuja was heist schon “geplant ist”!?

Umsetzbar ist Skype und VOIP schon das wurde auch von Apple bestätigt nur noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt da sie irgent etwas im OSX ändern müssen müsten!?

Ja windows ist auch etwas gans anderes als Apple da wirst du mir wohl zustimmen! Apple war und wird immer sehr darauf aufpassen das mit ihren “Babys” nichts pasiert! Aus diesem Grund verstehe ich schon das sie diesen Umweg direkt über Apple eingebaut haben! Btw. einige ausgesuchte entwickler haben ja schon die Tools beckommen um Plug ins zu entwickeln!

Ja ja 60Usd ist nichts aufregendes aber ich glaube das get ja hoch bis über 200 USD da bin ich mir jezt aber nicht gans sicher!

Welche vorstellungen Apple für die Eu hat werden wir ja spätestens im Herbst´/ Winter erfahren!

LG

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