Social Networks, die für ernsthafte Zwecke eingesetzt werden sollen, haben zur Zeit einen wesentlichen Fehler, der die wirklich ernsthafte Verwendung behindert.
Denn: Wer garantiert mir, dass Bill Gates auf LinkedIn auch der Echte ist?
Im Fall von LinkedIn kann das durchaus problematisch sein, da hier professionell gearbeitet wird, bzw. nicht professionell gearbeitet werden kann, weil die Vertrauenswürdigkeit nicht gegeben ist. Das Problem existiert aber auch sonst.
Als Pownce gestartet ist, hat Chris Pirillo bemerkt, dass er dort bereits existiert hat. Irgendjemand hat seinen Namen genommen und ein Profil angelegt – ohne sein Wissen oder Zutun. Das Profil war vermutlich nicht in böswilliger Absicht angelegt, wer weiß – es hat aber das grundsätzliche Problem aufgezeigt.
Wie kann man nun die Echtheit von Profilen beweisen und bestätigen? Am einfachsten geht das wohl mit Kreditkarten – Amazon macht das so.
Das Problem: Ich will nicht jeder Seite meine Kreditkartennummer geben. Ganz im Gegenteil – ich will sie so wenigen Seiten wie möglich geben.
Eine andere Möglichkeit wäre die Integration direkt in Authentifizierungs-Systeme wie OpenID oder die Schaffung eines Identity-Webservices. Vertrauenswürdige Firmen (Google, Yahoo, Facebook, LinkedIn) könnten (optional) die Echtheit der Benutzer bestätigen und diese Daten über ein Web-Service an andere Web-Projekte zur Verfügung stellen.
Twitter könnte bei der Anmeldung eine Echtzeitsbestätigung anbieten, bestätigte Profile könnten dadurch extra bestätigt werden und auch als solche ausgezeichnet werden. Andere Websites könnten diese Echtheitsbestätigung auch verpflichtend fordern, zum Beispiel Online-Shops oder Business-Netzwerke.
Wie könnte dieses Problem anders behoben werden? Oder sehe ich hier einen Sturm im Wasserglas?