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Ning, ein Start-Up vom Netscape-Gründer Marc Andreessen, hat gerade 44 Millionen Dollar an Risikokapital erhalten, bei einer Valuation von sagenhaften 214 Millionen Dollar. Irre. Facebook hat gerade mal 38,2 Millionen Dollar erhalten, aber gut.

Was ist Ning überhaupt?

Ning ist eine Art “Social Network-Hosting-Service”. Man kann dort gratis Social Networks erstellen und hosten lassen – im Gegenzug wird Werbung eingeblendet. Man hat keine Kontrolle über die Daten – die liegt bei Ning.

Eigentlich ja eine coole Idee, aber der Markt ist nicht unumkämpft. Und ist sie ein, zwei Milliarden Dollar wert? (Die Investoren dieser Runde steigen nur in Firmen ein, in denen sie im Erfolgsfall das 5- bis 10-fache verdienen können, je nach Zeitpunkt des Einstiegs.)

Die Zeit wird es zeigen – zur Zeit erinnert mich Ning aber zu sehr an MySpace, das Ning mit einer guten Gruppen-Funktion ziemlich starke Konkurrenz machen könnte. Und Facebook? Da ist die Gruppen-Funktion zwar nicht überlegen, dafür aber mit einer 20-Millionen-Mitglieder-Basis verbunden, was sie ziemlich attraktiv macht. Ning ist das bewusst – mit dem letzten Update gibt es Facebook-Integration!

Wie auch immer – dieses Investment ist, auch wenn es auf einer hohen Valuation basiert, kein Zeichen für eine Wiederholung der Spekulationsblase. Eine 1:5-Chance, dass die Firma eines Tages 1 Milliarde Dollar wert ist, ist sicher da.
Und mehr braucht es nicht. Denn Risikokapital ist immernoch RISIKOkapital. Geht es schief, dann hat’s halt nicht sein sollen.

Und die Gewinner dieses Deals? Alle Social Networking-Firmen – allen voran Mark Zuckerberg, der weiterhin mit Facebook um den ganz großen Erfolg gambelt und hoffentlich den Weg an die Börse sucht – denn dort gehört Facebook hin!

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