Da geht es dahin…

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Blognation ist Geschichte, Sam Sethi konnte offenbar keine Finanzierungsrunde abschließen – die Schuld sucht er bei Mike Arrington, der von Anfang an versucht hätte, ihn zu sabotieren. Wie auch immer…

Wichtiger ist mir die Idee hinter Blognation. Ein Blog-Netzwerk, das von Bloggern aus der ganzen Welt getragen wird und die Web-Welt außerhalb der USA abdecken soll, ist eine wichtige Sache.

Leider war das Geschäftsmodell und die Umsetzung schlecht. Die restliche Welt hat leider einfach zu wenig Aktivität, um für jedes Land 10 Blog-Posts oder mehr täglich zu produzieren. Trotzdem wurde viel geschrieben, wobei viele Start-Ups präsentiert wurden, die nichts besonderes machen.

Ich habe dazu natürlich eine Idee, die ich der Welt nicht vorenthalten will, und die ich auch an die deutschen Blognation-BloggerInnen schicken werde, für ein Modell, das weniger “noise” erzeugt, keine Vollzeitarbeit ist und dadurch für alle beteiligten BloggerInnen, vor allem die, die ohnehin bloggen, eine Möglichkeit sein könnte.

Detaillierte Landes-Blogs, gefilterter Gesamt-Blog

Das Problem an Blognation war, dass schon in den Landes-Blogs zu viele Inhalte gepostet wurde. Hätte ich den Blognation-Gesamt-RSS-Feed abonniert, wäre ich unter den Artikeln erstickt. Schlussendlich hab ich nur Großbritannien und Deutschland abonniert, was aber die Idee von Blognation wieder zunichte gemacht hat – ich hätte ja vor allem über die anderen Märkte lesen sollen!

Die Idee ist also folgende: Es gibt weiterhin Landes-Blogs, die mehr Blog-Posts haben – je nachdem, wie viel Zeit die Blogger dafür aufwenden wollen.

In den Gesamt-RSS-Feed kommen aber nur einzelne Artikel. Die jeweiligen Landes-Blogger sollten entscheiden können, welche Artikel, welche Firmen, welche Ankündigungen aus ihrem Land für das internationale Puplikum wichtig sind. Das sind vielleicht nur 20% der Posts. Der Rest ist für das Puplikum, das wirklich alle Informationen eines Landes haben will, vermutlich oft Personen aus den jeweiligen Ländern.

Einnahmen-Aufteilung

16 BloggerInnen für das Schreiben eines Blogs ein gutes Gehalt zu zahlen, obwohl kein Traffic vorhanden ist, war immer der Schwachpunkt von Blognation. Man kann nicht extrem hohe Fixkosten haben, ohne irgendetwas vorweisen zu können. Ich glaube, dass vor allem daran die Finanzierungsrunden gescheitert sind.

“Blognation v2″ sollte auszahlen, was es an Einnahmen generiert. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Strukturierung in Landes- und Gesamt-Blog gab es schon bei Blognation, die Einnahmen-Aufteilung würde ich darauf aufbauen.

Die BloggerInnen eines jeden Landes erhalten die vollen Einnahmen (abzüglich Betriebskosten) ihres Landes-Blogs. Gibt es mehrere Blogs für ein Land, kann man sich ein Modell überlegen, die Einnahmen aufzuteilen. (zu bestimmten fixen Anteilen, je nach Anzahl der Wörter/Artikel, etc.)

Die Einnahmen aus dem Gesamt-Blog werden unter allen Bloggern aufgeteilt, nach einem Schlüssel, den man sich überlegen muss. (Möglich wäre nach Posts, die in den Gesamt-Blog kommen, was aber ausgenutzt werden kann. Möglich wäre auch wieder eine Aufteilung nach festgelegten Anteilen. Man kann auch den Währungs-Wert mit einberechnen – für deutsche BloggerInnen hat ein Euro einen anderen Wert als für rumänische BloggerInnen.)

Wichtig ist auch, dass das Projekt den BloggerInnen selbst gehört. Die Firma muss allen BloggerInnen gemeinsam gehören, sie müssen bestimmen, wer dem Projekt als Chef vorsteht, etc.

Wie ich gesehen habe, schreiben einige der BloggerInnen ohnehin weiter. Unter gemeinsamen Label hätten sie es leichter, LeserInnen und Werbeeinnahmen anzulocken, und stimmt erstmal der Traffic, ist es auch kein Problem, tatsächlich eine Finanzierungsrunde abzuschließen.

Fair wäre es, wenn Sam Sethi sein Projekt an die Blognation-BloggerInnen übergeben würde, anstatt es zu versteigern. Ihnen schuldet er vermutlich das meiste Geld, so könnte er einen Teil davon abgleichen. Sie könnten dann unter anderer Führung mit realistischen Aussichten weiter arbeiten.

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