Die amerikanische Firma EarthTronics hat eine Heim-Windturbine entwickelt, die Wind schon ab einer Geschwindigkeit von 3,2 km/h bzw. 0,9 Meter/Sekunde in Strom umwandeln kann. (Die maximale Windgeschwindigkeit, die das Gerät verträgt, liegt bei 72,4 km/h bzw. 20 Meter/Sekunde.)
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Genial an dieser Turbine ist, dass sie mit besonders geringen Geschwindigkeiten zurecht kommt als bisherige kleine Windturbinen, was sie besonders rentabel machen sollte. (Zur Info: Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit in Freistadt und Linz liegt bei 3 m/s. (Quelle & Quelle))
Laut Herstellerangaben kann die Turbine 2000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, was je nach Stromanbieter in Österreich zwischen 380 und 500 Euro bei der Stromrechnung sparen kann.
Die Kosten für eine Turbine belaufen sich im Moment auf 4.500 Dollar plus bis zu 1.500 Dollar für die Installation, umgerechnet als ca. 4.300 Euro (inklusive Umsatzsteuer wären wir bei 5.160 Euro). Die Turbine würde sich nach 10 bis 15 Jahren amortisieren, vorausgesetzt die Strompreise steigen nicht (sehr unwahrscheinlich) und man bekommt keine Förderung (hab ich nicht nachgeprüft, ist aber auch eher unwahrscheinlich).
Die kleine Turbine wird in Heimwerkergeschäften in den USA zu kaufen sein, hat einen Durchmesser von 1,8 Meter und wiegt 95 Kilogramm. Hoffentlich kommen die auch bald nach Europa!
via EcoGeek
Frank Benke
6. April 2011 @ 15:08 Uhr
Die Wind Turbine kommt nach Europa. Auf der diesjährigen New Energy Messe in Husum, waren Honeywell – WindTronics sehr kurzfristig vertreten. Weder Plakate noch Prospekte, aber eine Turbine zum Anfassen. Grundsätzlich unkonventionell aber sehr spannend, das Design mit einer augenscheinlich guten Verarbeitung.
Neben den grundsätzlichen Vorteilen von Windkraft sind an diesem Design eigentlich drei wesentliche Aspekte interessant:
1.) Geschlossene Konstruktion in schwarz, die die vermeintliche Gefährdung von Vögeln und Fledermäusen eliminiert.
2.) Ein Lineargenerator: Der Speichenkranz wie bei einem Fahrrad- Rad, bewegt im äusseren Kranz Permanentmagnete durch Spulen. Das minimiert die mechanischen Komponenten in der gesamten Konstruktion und erlaubt einen wartungsarmen und recht fehlertoleranten Betrieb.
3.) Die Kippenden Rotorscheiben an den Speichen regeln die Laufgeschwindigkeit und erlauben einen Betrieb auch bei starken Winden. Viele andere Kleinwindanlagen schalten bei zu starkem Wind ab, um nicht durch zu brennen. Paradox, da man in dem moment eigentlich sehr viel Energie erzeugen könnte.
Sie sieht halt nicht aus wie ein Windrad, aber bei mir ist sie definitiv in der engeren Wahl. Preislich ist die Windturbine konkurrenzfähig, aber nicht optimal. Auch ist die Nennleistung von ca. 1.5kW nicht wirklich der Knaller, selbst bei mitteleuropäischen Haushalten.
Alternativ: Aktuell gefällt mir hier auch die Anlage von my!Wind sehr gut http://www.mywind.ee/htdocs/my_about_preface.php die bei einer Nennleistung von 5kW fuer 5000,- EUR inklusive Mast zu haben sein soll. Das ist ein drittel der derzeit marktüblichen Kosten. Das wird auch hier durch einen Lineargenerator erreicht der im Gehäuse untergebracht ist. Allerdings stehen die finalen Rotorblätter noch nicht fest und damit die Anlaufgeschwindigkeit sowohl als auch die Grenzgeschwindigkeit.
Kombiniert mit einer Kraftwärme gekoppelten Heizung wie dem Senertec Dachs, kann man so recht bequem 10kW Strom zu Hause erzeugen. Das reicht schon ziemlich weit.
Die Amortisierung darf man dabei nicht nur gegen den existierenden Strompreis rechnen sondern (zumindest in Deutschland) ebenfalls gegen die Windenergieförderung (bis zu 9.1ct pro kWh) mit der Einspeisevergütung und gegen die rückerstattungsfähigen Energiesteuern.
Die Einschätzung dass es hier keine Förderprogramme in AT gibt teile ich nicht, allerdings sind sie vermutlich wie auch in DE eher indirekt. Meine Nachforschungen dazu haben ergeben dass das scheinbar in ganz Mitteleuropa von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich ist und nur manche Bundesländer (z.B. Schleswig Hollstein) eine einheitliche Regelung haben. Dass Bundesweit (AT wie DE) keine Programme vorhanden sind sagt eben nichts über die regionalen Fördermöglichkeiten aus :)