Nein, es wurde nicht gerade Version 2 von Flash veröffentlicht, das recht bekannte und weit verbreitete Rich-Media-Framework hält zur Zeit bei Version 9. Etwas viel wichtigeres passiert zur Zeit – etwas, dem ich den Namen “Flash v2” geben will, und zwar sinnvolle Anwendungen.
Die Geschichte von Flash
Version 1:
Jahrelang war der einzige Sinn von Flash, schöne, animierte Websites für Webdesign-Agenturen zu verstehen, die einfach nicht verstehen wollten, dass Flash für Websites in 99% der Fälle völlig ungeeignet ist. Die einzigen nützlichen Anwendungen waren Flash-Spiele. Da ich aber keine Zeit für Computerspiele habe, und Flash-basierte Websites hasse, sah ich nie einen wirklichen Grund, Flash zu verwenden.
Version 1.5:
Dann kamen Audio- und Video-Player – die waren das erste Mal ein Grund für mich, Flash herunter zu laden.
Version 2:
Mit der Vorstellung der Flash-basierten Tools Trillian Astra Web und dem Google Talk Gadget (als Popup, auf iGoogle oder Netvibes) zeigt sich eine neue Entwicklung: Die Entwicklung von Browser-basierten Programmen geht immer rasanter voran, während die Browser selbst einfach nicht mehr mitkommen. Es macht keinen Sinn, Meebo zu verwenden. Bei allem Respekt für die Entwickler – sie haben sicher großartige Arbeit geleistet – die Anwendung ist einfach zu lahm. Das Google Talk Gadget ist nicht nur schneller, es ist auch schöner und bequemer.
So viele Möglichkeiten uns JavaScript in Verbindung mit AJAX heute bringt, es macht ab einem gewissen Grad keinen Sinn mehr, diese Technologien zu verwenden. Flash dagegen schon. Und jetzt, da die ersten Projekte damit erfolgreich sind (Trillian Astra Web wird erfolgreich sein; Google ist mit dem Google Talk Gadget ohnehin ein Vorbild), wird die Entwicklung voran schreiten.
Flash v2 != Web 3.0
Mit Flash v2 wird noch nicht die Nachfolgegeneration von “Web 2.0″ eingeleitet. “Web 2.0″ ist eine Ideologie. Flash v2 ist ein Technologie-Sprung.