Google PowerMeter & Grüne Wärmebild-Kampagne

Technologie vereinfacht unser Leben, das verstehen mittlerweile selbst stockkonservative Ewiggestrige. Sie wird auch eine wesentliche Rolle in einer Energiewende, welcher Art auch immer, spielen. Ich möchte hier kurz zwei Initiativen vorstellen, die das Potential haben, unser beim Energiesparen ganz wesentlich zu helfen.

Google PowerMeter

“If you cannot measure it, you cannot improve it.” (Lord Kelvin)

Googles philantropischer Arm, Google.org, hat vor einigen Tagen Google PowerMeter angekündigt – eine Software, die den Energieverbrauch misst, analysiert und aufschlüsselt. Sie soll sich in Energiemessgeräte reinhängen und einfache Reports anbieten, mit denen der Energieverbrauch gut kontrolliert werden kann. So wird ein Energie-Report in etwa aussehen:

Google PowerMeter Screenshot

Google ist als eines der mächtigsten Technologie-Unternehmen eine der wenigen Firmen, die so ein Projekt wirklich umsetzen kann und wird damit ziemlich sicher den Strombedarf der meisten Menschen merkbar reduzieren können. Ein alter, stromfressender Kühlschrank wird damit plötzlich zu einer messbaren Einheit, anstatt ein nicht ausgewiesener Teil der Stromrechnung.

Das Programm befindet sich im Google-internen Test, genauere Details (Ist das eine Web- oder eine Desktop-Anwendung? Findet die Analyse auf Google-Servern oder offline statt?) sind noch nicht bekannt.

Grüne Wärmebild-Kampagne

Die Grünen haben mich nach der Causa Voggenhuber wieder einmal positiv überrascht. Sie laufen nämlich mit einer Wärmebildkamera durch Wien, fotografieren Häuser und dokumentieren die Sanierungs-Notwendigkeit. Die meisten Wiener Häuser könnten durch Sanierung ihren Mieter/innen viel Geld sparen, die Grünen schätzen die möglichen durchschlittlichen Einsparungen auf 850 Euro pro Haushalt & Jahr.

Wir haben unser Haus in Freistadt vor einigen Jahren ebenfalls mit einer Wärmebild-Kamera fotografieren lassen und daraufhin alle Fenster ausgewechselt sowie einen Teil des Hauses gedämmt. Diese Investition braucht zwar einige Jahre, bevor sie sich amortisiert, tun wird sie das aber auf jeden Fall – und wir konnten letztes Jahr einen der beiden Kellerräume, in dem Heizmaterial gelagert wurde, zu einem normalen Kellerraum zurück bauen.

Diese Kampagne wird den Mieter/innen zwar nicht direkt helfen, hat aber das Potential, politischen Druck auszuüben, damit endlich die Sanierung von Altbauten mehr gefördert und mehr erzwungen wird. Das Einsparungspotential ist offensichtlich enorm!


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2 Kommentare »

[...] dabei eine entsprechende Visualisierung des Stromverbrauchs einzuführen. Mehr dazu bei Renato, Sebastian und bei [...]

jopra
28. Februar 2009 @ 23:58 Uhr

Das mit der Wärmebildkamera finde ich mal sinnvol, man glaubt es nämlich kaum was man mit einer guten Isolierung alles sparen kann. ;) +Umwelt schont.

lg

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