Nach einer jahrelangen Dürreperiode befindet sich Afghanistan in einer Hungerkrise, die für die westlichen Militärmächte die Chance bieten könnte, zu beweisen, dass sie sehr wohl für Afghanistan kämpfen, nicht dagegen.
Die westlichen Länder sollten sofort beginnen, den afghanischen Bauern in zwei Schritten aus dieser Krise zu helfen. Einerseits muss es Soforthilfe geben, in einem zweiten Schritt muss ihre Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, verbessert werden. Das beinhaltet auch einen Weg aus dem Opium-Handel.
Noch viel wichtiger ist: Diese Hilfe muss es für alle geben, auch für Bauern, die in Taliban-freundlichen Gegenden leben. Wir müssen allen Afghanis zeigen, dass wir uns um sie kümmern, nicht nur denen, die bereits auf unserer Seite sind.
kritikus.at
9. November 2008 @ 11:03 Uhr
Im Prinzip hast Du vollkommen recht und solche Hilfe wäre auch leistbar. Die Probleme liegen aber im Detail. Wie sollte man Hilfe an die Leute bringen? Sie würde abgefangen und in Waffen umgesetzt werden. Sie direkt den Bedürftigen zukommen zu lassen, wird auch nicht gehen, wenn das die Herrschenden (in den Talibangebieten) nicht wollen. Und Feldzüge, nur um Brot zu verteilen, werden auch nicht so gut ankommen.
Noch schlechter sieht es mit der “Hilfe zur Selbsthilfe” aus. Soldaten sind keine Bauern, die werden den Afghanis diesbezüglich nichts zeigen können. Und Bauern oder Entwicklungshelfer hinzuschicken, wenn diese mit hoher Wahrscheinliche entführt oder umgebracht (oder beides) werden, wäre (selbst wenn man genügend Freiwillige finden würde) höchst unverantwortlich…