Ein politisch interessierter Freund hat mir heute erklärt, warum er im November auf den Wahlsieg von John McCain hofft:
“Als Amerikaner wär ich natürlich für Obama, als Europäer aber hoffe ich auf einen kalten, herzlosen Republikaner, der den Krieg im Irak und in Afghanistan fortführt, als das Steuergeld in ein besseres Gesundheitssystem und eine Bildungsreform zu investieren. Anstatt dafür zu sorgen, dass möglichst viele Amerikaner das College abschließen, sorgen die Republikaner dafür, dass möglichst viele die Uniform tragen werden – um die Kriege zu führen, die für die westliche, demokratische Welt wichtig sind, für die Europa aber zu feige ist.”
Ich bin zwar ein (Mainstream-)Obama-Fan, Recht hat er trotzdem: Europa ist feige. Der Afghanistan-Krieg kann gewonnen werden, und Europa sollte daran ein großes Interesse haben. Wird der Krieg verloren, wird uns das sicher beeinflussen – ob wir wollen, oder nicht.
(Beim Irak-Krieg sieht die Situation ein bisschen anders aus. Wird der verloren, werden wir auch darunter leiden, hier sind wir aber niemandem Hilfe schuldig – hoffen wir, dass wir bei dieser Ausrede auch bleiben können und die Amerikaner die verschiedenen Bevölkerungsgruppen unter Kontrolle bekommen.)