Alexander Zach tritt zurück – eigentlich absehbar. So hat das LIF wenigstens eine kleine Chance, die Glaubwürdigkeit zu behalten. (Das Problem: Es genügt, wenn sie 0,3 Prozentpunkte verlieren, und sie sind weg.)
Witzig auch (und ebenfalls absehbar), wie das LIF das jetzt drehen will:
Das LIF zeigt, dass die selbst auferlegten Anforderungen an eine ehrliche und offene politische Kultur nicht nur hohle Phrasen sind: Nachdem die Negativkampagne gegen seine Person pünktlich zum Wahlkampfende ihren Höhepunkte erreicht hat, nimmt Bundessprecher Alexander Zach – anders als viele rücktrittsreife Berufspolitiker der letzten Jahre – seinen Hut.
Nachdem Zach jahrelang behauptet hat, die Vorwürfe wären gelogen, stimmt jetzt doch plötzlich alles. Und dann, wo das LIF eh schon sowas von in der Ecke steht, versucht man das auch noch als Beweis der Glaubwürdigkeit des LIF zu drehen. Das LIF konnte gar nicht mehr anders, als Zach rauszuschmeißen. Wären sie glaubwürdig, hätte Heide Schmidt bei Aufkommen der Vorwürfe gesagt, dass sie geprüft werden. Aber nein, da wurde von einer grünen Lügenkampagne geredet.
Das LIF war vielleicht früher mal glaubwürdig – jetzt ist es das längst nicht mehr.
via LIF-Blog
Hanno
23. September 2008 @ 12:10 Uhr
die vorwürfe sind eh gelogen. ist ja nichts illegales passiert. höchstens was mit schiefer optik. und wenn wir nach schiefer optik gehen, hätten diverse flugupgrader, schuhpreisverhandler und webseitenauftraggeber in der österreichischen politik schon viel früher zurücktreten müssen. das lif ist da wenigstens aufrichtiger als alle anderen parteien.