Es ist mir zynisch erschienen, als Michael Fleischhacker, Chefredakteur der Presse letzte Woche gefordert hat, die AUA möge doch verschenkt werden. Gestern hab ich selbst meinen Senf zum Thema AUA-Privatisierung bzw. Lufthansa-Übernahme abgegeben.
Heute gelang das Angebot der Lufthansa an die Öffentlichkeit: 360.000 Euro, also ca. 1 Cent pro Aktie, ohne Standort- oder Bestandsgarantie, vielleicht sogar ohne Übernahme der Schulden. (Quelle: Neue Züricher Zeitung)
Auch, wenn das ein Schnäppchen ist, und sich der Preis verzehnfacht, zeigt das, dass in der aktuellen wirtschaftlichen Lage die AUA nicht gewinnbringend (also ohne Schuldenübernahme durch Österreich) verkauft werden kann, und dass die ÖIAG versuchen soll, in diesem Deal möglichst wenig Geld zu verlieren.
Die Verlängerung des Privatisierungsauftrages war durchaus vernünftig, andere Fluggesellschaften können sehen, wie wenig Österreich für die AUA verlangt und steigen vielleicht doch ein – ich befürchte aber, dass die ÖIAG auf deutlich bessere Angebote. Das wird’s aber nicht geben.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie viel Geld die AUA in Zuikunft noch verlieren wird. Hoffentlich nicht zu viel, denn es gibt wichtigere Firmen, denen der Staat helfen muss, ohne die unsere Wirtschaft noch mieser dastehen würde, und schlussendlich müssen das wir Steuerzahler/innen bezahlen.