Immer mehr Details über Sarah Palin werden bekannt, und zwar ganz offiziell aus der McCain-Kampagne. Die Republikaner kämpfen um die Richtung ihrer Partei während der nächsten vier Jahre Obama-Regierung.
Ein Teil dieses Kampfes ist, Sarah Palin zu demontieren. Nur zwei Tage nach der Wahl kommen immer mehr Details über sie an die Öffentlichkeit – und nicht etwa von liberalen Medien – nein, von den Kampagnenmitgliedern selbst, und auch über rechte Medienhäuser (Fox News).
Berichtet wird nicht nur über thematische Inkompetenzen (Afrika ist ein Staat, kein Kontinent), sondern Details, die in jeder Präsidentschaftskampagne ausgeschlachtet werden können.
Die Newsweek hat eine detaillierte Geschichte, mit einigen interessanten Fakten:
- Palin hat zwischen 20.000 und 40.000 Dollar für Kleidung für ihren Ehemann ausgegeben, sie hat mehr als die berichteten 150.000 Dollar für sich selbst ausgegeben. Sie hat außerdem Kampagnen-Mitarbeiter/innen mit deren Kreditkarten einkaufen geschickt.
- McCain wurde über die hohen Ausgaben nicht informiert, er hat überhaupt kaum mit Palin gesprochen.
- Sie wollte bei seiner Rede zur Wahlniederlage sprechen, das wurde ihr aber nicht erlaubt.
- Laut einem Report des Secret Service haben Drohungen gegen Obama zugenommen, als die McCain-Kampagne (bzw. Sarah Palin) die Rhetorik verschärfte.
In der Geschichte werden auch neue Details über McCain’s Rolle bekannt. Er hat offensichtlich mehrere Negativ-Kampagnen gegen Obama blockiert, untere anderem Kritik an seiner Michelle Obama, seinem ehemaligen Pastor oder seiner fehlenden Militärkarriere. Die angebliche persönliche Nähe zum ehemaligen Terroristen William Ayers wurde von McCain noch nicht abgesegnet (und wäre vielleicht abgelehnt worden), als Sarah Palin ohne Rücksprache mit der Geschichte startete.
Auch die Demokraten versuchen, ihren Teil in diesem Kampf beizutragen, und planen eine aktive Rolle für John McCain im Kongress – vermutlich, um die moderaten Republikaner/innen zu stärken. Dass McCain vor hatte, die Rhetorik zu beruhigen, würde das bestätigen.