In Europa gibt es keine Unternehmensgründungs-Kultur. Es ist nicht erstrebenswert, Risiken einzugehen. Und in Österreich ist das noch schlimmer. Ich hab darüber bereits geschrieben.
Doch die Zeiten ändert sich, und das beste Beispiel ist der Tiroler Karlheinz Toni, der mit einem Partner einen Businessplan-Wettbewerb gewonnen hat, der mit 5.000 Pfund dotiert war, und dann gleich noch einen Investor fand, der in sein Projekt 100 Millionen Pfund investierte.
100 Millionen Pfund? Das ist irgendwie unglaublich viel – die Idee ließe sich auch mit viel weniger Geld umsetzen. Aber jetzt erst zur Idee:
miomi (der ursprüngliche Projektname war “Design the time”) erlaubt es jedem Mitglied, für einen Dollar einen Moment auf der Zeitleiste zu kaufen. Damit kann dann jeder die Familien- oder Firmenchronik online stellen. Und miomi verdient kräftig dabei.
Die Frage ist: Wer soll das tun? Die Idee ist leicht kopierbar. Ich hab den Prototypen hier vor mir – das kann man mit einer kleinen Finanzierungsrunde in einem kleinen Team relativ schnell umsetzen. Werbefinanziert ist das zwar nicht so lukrativ, aber welche Ressourcen braucht man denn bitte für das Betreiben eines solchen Projekts?
Kein Aspekt des Projekts, so wie ich es jetzt kenne, benötigt überdurchschnittlich viel Personal oder Rechen-Power.
Was das Projekt allerdings außergewöhnlich machen könnte wäre es, das Internet automatisch nach Themen zu durchsuchen. Nur … wer bezahlt dann noch?
Wie auch immer: Dieses 100-Millionen-Projekt schafft Vorbilder, zumindest wenn es erfolgreich werden sollte.
[...] es werden zweifelhafte Geschäftsmodelle finanziert, aber das war schon immer so. Klar, es gibt Firmen, die Probleme haben. Und das wird [...]