Der grüne Bildungssprecher Harald Walser hat das neue Grüne Bildungsprogramm vorgestellt, das ich grundsätzlich sehr gut finde. Es ist eine gute Diskussionsbasis für die vielen Probleme in unserem Schulsystem: die kontraproduktive (und unmoralische) Selektion im Alter von 10 Jahren, die Verschwendung unseres Steuergeldes – auch bekannt als “Durchfallen”, fehlende Nachmittagsbetreuung und die fehlende Motivation vieler Lehrkräfte.
Aber nicht alles ist mir klar: Wie soll das nicht durchfallen funktionieren? Beispiel: Ich muss Französisch der vierten Klasse wiederholen.
- Mache ich dann in der fünften Klasse zwei Französisch-Klassen parallel?
- Muss ich ein sechstes Jahr dran hängen, um Französisch der fünften Klasse zu machen?
- Wie wird das organisatorisch gelöst?
- Sitze ich dann in den Französisch-Stunden statt meiner normalen Klasse in einer vierten Klasse?
- Wenn das mehrere Schüler/innen betrifft: Kann man wirklich die Lehrpläne so organisieren, dass ich als Fünftklässler keine andere Stunde verpasse?
- Oder werde ich die Stunden am Nachmittag in einer zusätzlichen, Freigegenstand-ähnlichen Stunde nachholen?