One geht an France Telecom/Orange

One versucht selt Jahren, sich selbst zu verkaufen, bevorzugterweise an einen Mobilfunkkonzern. Bisher scheiterte das an den schwierigen Eigentumskonstellationen, aber jetzt ist es endlich geschafft.

Die France Telecom kauft One.

Spannend daran ist primär eines: Nicht ein österreichischer Mobilfunker hat One gekauft, sondern ein ausländischer. Was bedeutet das? Bis auf weiteres bleibt es bei vier “echten” Netzbetreibern.

Der österreichische Mobilfunkmarkt ist einer der spannensten, weil tele:ring, mittlerweile in T-Mobile aufgegangen, eine sehr erfolgreiche Billig-Strategie verfolgte. Mittlerweile müssen alle anderen Anbieter mitziehen.

Immer wieder war zu lesen, dass die Mobilfunker in Österreich nach der Reihe in Konkurs gehen würden, oder sich wenigstens gegenseitig aufkaufen, weil die Preise zu niedrig sind. Aber wisst ihr was?

Es ist egal, wie viel eine Telefonminute kostet!

Ist das telefonieren billiger, werden die Leute mehr telefonieren. Die ARPUs (Average Revenue Per User) haben sich nicht maßgeblich geändert, die Billig-Anbieter waren sogar Spitzenreiter!

Das gleiche wird auch mit den Roaming-Tarifen der Fall sein. Telefonieren im Ausland ist billiger? Na, dann wird auch mehr telefoniert! Bisher war das Händi nur für Notfälle mit dabei, bald könnte es normal wie immer eingeschaltet bleiben.

Profitieren werden auch die Netzbetreiber. Meinetwegen: Verdoppelt die Tarife. Verlangt zum Telefonieren im Ausland den österreichischen UND den ausländischen Normal-Tarif. Dann kommen statt 4ct pro Minute halt 20ct pro Minute heraus. Einfach fair.

Liebe Firmenchefs – wann lernt ihr das endlich?!

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