Apple TV – immer noch unbrauchbar!

Die MacWorld 2008 Keynote ist Geschichte, übrig bleiben wenige neue Produkte, nichts unerwartetes und keine Spur von einigen erwarteten Dingen. Ein großer Teil der Keynote wurde auf Apple TV “Take 2″ verwendet, eine Art Video-Recorder mit Videothek plus Flickr und YouTube.

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Apple TV war ursprünglich ein ziemlicher Flop, Steve Jobs hat das auch zugegeben. (Alles andere wäre auch lächerlich gewesen.) Das neue Apple TV benötigt keinen PC mehr zum synchronisieren und hat endlich Movie Rentals (die im Laufe von 2008 auch international verfügbar sein sollen).

Eine gute Idee, ich würde mir eigenltich gerne Videos aus dem Internet streamen, für eine geringe Gebühr. Das Problem ist: Die Videos kosten 2,99 bis 3,99 Dollar – vermutlich wird es der gleiche Preis auch in Euro sein.

Es ist billiger, in die Videothek zu gehen und das Video dort auszuleihen! Die Videothek hat wesentlich mehr Kosten (Personal, Lager), kann aber billiger sein als das Übertragen einer Datei?!

Das heißt wohl, dass Apple pro Video mehr bezahlt als die Videotheken. (Wie bei Musik haben sie sicher für niedrige Preise gekämpft, um mehr Umsatz zu machen und Apple TV-Geräte verkaufen zu können.) Und das ist echt lächerlich.

Apple TV – auch in der neuen Version ein Flop!

Mac OS 10.5 Leopard ~ Windows Vista?

Ich hab selten so viele so schlechte Kritiken über ein neues Betriebssystem von Apple gelesen. Ich ignoriere dabei die Kritik an verhunzten Funktionen – der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und alles, was neu ist, ist schlecht. Selbst, wenn’s gut ist. Ich spreche hier nur von Kritik an der miesen Stabilität.

Mein Gott, es gibt den “Blue Screen of Death” im Mac OS 10.5! Abgesehen davon ist das Betriebssystem instabil, hat regelmäßig Probleme beim Hochfahren des Computers, etc.

Nachdem Apple das Betriebssystem schon verschieben musste, hat man also ein instabiles Betriebssystem veröffentlicht, nur um in der Zeit veröffentlichen zu können. Erinnert uns das an etwas? Richtig, an Windows Vista. Wurde auch verschoben und startete schlussendlich auch als instabiles Produkt.

Darüber kann ich nur lachen. Denn während Microsoft sein Betriebssystem für tausende verschiedene Hardwarekomponenten optimieren muss, und das schlussendlich so halbwegs hingekriegt hat, schafft es Apple nicht einmal, für seine eigene, kleine Produktlinie ein funktionierendes Betriebssystem anzubieten, das an der Qualität der Vorgängerversionen anschließt.

Wann wird das Apple-Monopol geknackt?

Gut, das kommt jetzt vielleicht für manche nicht gut, aber trotzdem. Apple betreibt und fördert ein Monopol, mit seiner Verknüpfung von iPod und iTunes.

Apple hat auf legitimen Weg einen sehr hohen Marktanteil mit seinen iPods erreicht. Solide Produkte, gutes Design, gutes Marketing – alles perfekt, da kann niemand was dagegen sagen.

Der Teufel liegt im iTunes. iPods arbeiten nur mit iTunes zusammen. Und iTunes ist der größte Musikshop der Welt und in jedem Land, in dem er aktiv ist. Warum? Weil iPod-BesitzerInnen nunmal fast nur im iTunes Music Store Musik kaufen können. (Ausgenommen MP3-verkaufende Shops, die nicht so viele Lieder verkaufen und nicht so verbreitet sind.)

Selbst wenn Amazon gerade versucht, einen MP3-Shop aufzubauen, wird es im Vergleich zu Apple immer im Nachteil sein, weil Apple seinen Shop hervorragend mit iTunes integriert. Das wird Amazon nie können. Denn iPods arbeiten nur mit iTunes zusammen. Und das ist geschlossen.

Apple nutzt also seinen Marktanteil bei den iPods dazu, um auch bei den Musik-Verkäufen Marktführer zu bleiben, und tut das recht aggressiv. Die Musik-Datenbank-Datei der neuesten iPods wurde noch komplexer verschlüsselt als bisher, ohne ersichtlichen Grund. (Es wurde nicht die Musik verschlüsselt, es ist nur die Datei, die speichert, wo welches Lied ist, und wie es heißt.)

Aber Apple nützt auch seinen Marktanteil bei den iPods, um andere Digital Rights Management-Formate auszuschließen und lässt nur das hauseigene “FairPlay”-Format auf iPods zu.

Ich hoffe, dass Apple dafür möglichst bald vor europäische und amerikanische Gerichte gebracht wird. Dieses Monopol schadet der Online-Musikindustrie, den Musik-Software-Herstellern und uns Konsumenten. (Amazon kann sich das leisten, deren Musik-Angebot ist aber nur ein Viertel von Apple und in Europa nicht verfügbar.)

(Hinweis: Ich bin kein iPod- oder iTunes-Hasser. Ich besitze meinen dritten iPod und liebe iTunes. Wahlfreiheit ist dennoch wichtig.)

Die Händi-Innovation des Jahrzehnts

Nein, hier ist icht vom iPhone die Rede, sondern davon, was als “Google Phone” in der Gerüchteküche kursiert.

Das iPhone ist ein High-Tech-Multimedia-Gerät, das aber abgesehen vom Multi-Touch-Display und einer besseren Navigation nicht revolutionär ist. So kann man keine Software installieren, und es ist für den Massenmarkt viel zu teuer.

Die Händi-Innovation des Jahrzehnts wird auf dem Typ Telefon stattfinden, den der Großteil der Händi-Nutzer verwenden: Billige, zur Zeit völlig unbrauchbare Händis, mit denen man außer Telefonieren und SMS schreiben sicher nichts tun kann. Und selbst das ist noch eine Katastrophe.

Stimmt die Gerüchteküche, arbeitet Google an einem Betriebssystem für Händis und/oder Smartphones, das nicht mit dem iPhone konkurrieren soll, da es für deutlich günstigere Geräte verfügbar sein wird. (Insofern wird es auch weniger für Smartphones als für “normale” Händis gedacht sein.) Stimmt die Gerüchteküche, wird Google das Telefon nicht selbst entwickeln, abgesehen von Referenzgeräten. (Ja, ich hab’s euch gesagt!)

Das System soll Linux-basiert sein (Das macht Sinn, wieso auch einen eigenen Kernel entwickeln und warten?) , wie gesagt an Dritt-Hersteller lizenziert werden (Auch das macht Sinn, die Dritthersteller bekommen das System vermutlich gratis oder erhalten sogar Geld für die Installation und müssen kaum aktiv entwickeln.), wird verschiedene Google-Programme vorinstalliert haben (Logisch, Google will ja seine Programme verbreiten.) und Dritt-Programme zulassen (Eigentlich logisch, außer Apple macht das jede Smartphone-Plattform.).

Sinn machen würde eine Push-E-Mail-Anwendung für Gmail und eine kreative Integration von Google Maps und Calendar, außerdem GPS-Systeme, etc.

Wenn das halbwegs stimmt, ist das die Händi-Innovation und -Revolution des Jahrzehnts. Und im Gegensatz zum iPhone würd ich mir das auch definitiv kaufen, sobald in Europa verfügbar.

Apple’s neuesten Produktankündigungen

Apple hat also wieder mal neue Produkte angekündigt bzw. gestartet, und wieder einmal sind alle begeistert. Schauen wir uns die verschiedenen Ankündigungen an, und schaun wir, was dahinter steckt!

iPod Touch

iPod Touch war ehrlich gesagt absehbar. Leuten ein Händi zu verkaufen ist ungleich schwerer als einen MP3-Player. Beim MP3-Player muss man keine zweite wesentliche Entscheidung treffen, die noch dazu viel Geld kosten kann: Die Wahl des Netzbetreibers.

Es war also ziemlich absehbar, dass die Multitouch-Funktionen irgendwie in einem iPod enden würden.

Was mich positiv überrascht, ist die WLAN-Integration. Genial. Das ganze macht zwar keinen Sinn, so lange freie WLAN-Hotspots nicht weiter verbreitet sind, es gibt dem Produkt aber eindeutig einen massiven Coolness-Schub.

iPod Nano

Den iPod Nano gibts immernoch, auch wenn das bedeutet, dass vier iPod-Reihen gleichzeitig verfügbar sind – iPod Classic, iPod Touch, iPod Nano und iPod Shuffle.

Dass er eindeutig der hässlichste iPod am Markt ist, verwundert ein bisschen. Ich hätte Apple mehr zugetraut, auch wenn ein größerer Display gewünscht war, um Videos und andere User Interface-Goodies zu unterstützen.

iPod Classic

Der gute, alte iPod ist noch immer am Markt, mit dem neuen Namen “iPod Classic”. Diese Entscheidung finde ich klug, ich fand das immer ein bisschen verwirrend.

Der neue iPod hat jetzt bis zu 160 GB Speicher – unglaublich. Ich kann mich noch an meinen ersten iPod erinnern, der schlappe 15 GB an Musik speichern konnte, und ich konnte ihn schon damals nicht ansatzweise anfüllen…

iPhone Preisnachlass

Das iPhone ist billiger geworden! Juhu! Für Apple ist das selbstverständlich ein schlechtes Zeichen, offensichtlich hat man mit dem sehr hohen Preis nicht die Absatz-Ziele erreichen können – sonst hätte Steve Jobs heute damit angegeben! ;)

Allerdings werden sich die Kunden, die das iPhone bisher gekauft haben, ziemlich ärgern. Die Optik ist keine gute, ich bin gespannt, ob die Produktankündigungen die negativen Seiten der Preissenkung für die bisherigen Kunden ausgleichen kann!

iPhone Europa-Start

Kein Wort hingegen gab es zum Start des iPhones in Europa. Angeblich soll er in zwei Monaten, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, stattfinden. Mal sehen – ich bin skeptisch…

iTunes WiFi Music Store

Ein cooler Meilenstein ist der iTunes WiFi Music Store, bei dem Lieder direkt über WLAN auf den iPod geladen werden können. Ich finde die Idee toll, auch wenn sie nicht wirklich neu ist.

Werd ich mir einen neuen iPod kaufen? Ein iPhone wird es nicht, dafür hab ich für meinen Treo 750 zu viel Geld bezahlt, aber der iPod Touch sagt mir sehr zu. Irgendwie muss ich halt mein Gewissen noch überreden. (Ich hab einen, den ich dank Gravur nicht verkaufen werden kann. Ich brauche andererseits auch gar keinen. *seufz*)

Apple – Der iPod-Erfolg färbt *nicht* ab

In den USA ist Apple nicht nur die iPod-Firma schlechthin, sondern mittlerweile auch bei jungen Leuten die Firma schlechthin. Gute Werbung, gute Produkte, architektonisch geniale Shops, alles trägt dazu bei, dass Apple die Wunschmarke Nr. 1 auf der Weihnachts-Wunschliste vom letzten Weihnachts-Fest war.

In Österreich ist das irgendwie nicht so recht. Klar – Apple hat auch hier seine Fan-Community. Bei uns zu Hause, in Freistadt, will das aber nicht so recht der Fall sein. Die Statistik der 3h-Galerien ergibt, dass von 5000 Leuten 99% Windows nützen – 0,65% Macintosh – 0,30% Linux – und die restlichen 0,05% teilen sich andere Produkte. Interessant, irgendwie.

Das zeigt, dass Apple zumindest hier nicht in der Lage ist, seinen Erfolg mit den iPods auf die Computer-Sparte umzuwälzen, was in den USA nämlich sehr wohl der Fall ist.

Apple: Hände weg von Politik!

Ich kann es nicht vermeiden, über Apple’s iPhone zu schreiben. Aber statt eine Review zu schreiben, auf Basis eines Produktes, das ich nicht einmal besitze, werde ich anhand des iPhone in Apple’s Geschäftspolitik hineinblicken.

Slate Magazine, ein Englisch-sprachiges Online-Magazin, beschwert sich darüber, dass das iPhone nicht wirklich revolutionär ist.

Die Gründe:

  • Es ist nur mit AT&T zu haben. Man kann es auch nicht nachträglich ummelden.
  • Es ist nicht möglich, Skype oder andere VoIP-Angebote zu nützen.
  • Es unterstützt nur EDGE, kein UMTS.
  • Es unterstützt keine Programmierumgebungen wie Java, Flash oder das .NET Framework.

Alle diese Argumente sind korrekt. Es stimmt. Apple hat sehr viele Sachen nicht gemacht, die im Sinne der Kund/innen wären. Trotzdem ist das iPhone revolutionär.

Aber: Apple ist eine Firma, die sich von Politik fern hält, wenn dadurch kein Vorteil entsteht.

Natürlich wäre es für die Kund/innen besser, wenn Apple Skype, Google Talk und andere Voice over IP-Angebote erlauben würde. Natürlich hätte ich gerne bessere eine Entwicklungs-Umgebung. Aber das ist Politik. Und die ist ein heißes Pflaster.

Apple mischt sich in “politische” Entscheidungen nur dann ein, wenn für die Firma daraus ein Vorteil entsteht. Jahrelang war Apple zum Beispiel ein Umweltsünder sondergleichen. Sogar Dell war besser. Jetzt gibt es zwar eine Umwelt-Initiative – aber nur deshalb, weil das Thema populär ist.

Politik ist für Unternehmen nur dann wichtig, wenn sie Geld bringt.

Das ist eine ganz einfache (traurige) Regel und Apple hält sich strikt daran.

Und übrigens: Das iPhone unterstützt WLAN!

Apple-Chef verdient 647 Millionen

Steven Jobs ist also mit einem Gehalt von 647 Millionen Dollar der bestverdienendste Manager der Welt, titelt derStandard.at.

647 Millionen?!

Ja, 647 Millionen. Unglaublich, oder? Natürlich fangen da gleich die Flame Wars an. Wie kann ein Manager, die doch immer nur Leute rausschmeißen, mit so viel Geld belohnt werden? Das ist doch unerhört!

Liebe Leute, lasst euch folgendes gesagt sein:

  • Apple hat 2006 19,3 Milliarden Dollar Umsatz gemacht, bei knapp 2 Milliarden Dollar Gewinn, ein neuer Rekord. (Quelle: heise.de)
  • Apple ist sich mit iPod/iTunes zum größten Musikplayer-Hersteller und einem der größten Musikretailer (und dem größten Online-Musik-Retailer) gemausert.
  • iPod/iTunes haben auch die Computer-Sparte gestärkt, die wesentlich bessere Chancen hat, zu einem Alternativ-Desktop-Betriebssystem zu werden als Linux.
  • Apple hat mit dem iPhone ein Produkt geschaffen, das bereits jetzt 6% der Amerikaner kaufen wollen, obwohl es noch garnicht veröffentlicht wurde.
  • Apple’s Aktienwert ist stärker gestiegen als der von Google. (Quelle: Google Finance)
  • Und: Ohne Steven Jobs gäbe es das Unternehmen nicht mehr.

Und all das ist zum Großteil Steven Jobs zu verdanken. Er hat die Firma vor dem Konkurs gerettet. Er hat Apple von einer Computerfirma in einen Lebensstil für seine Kunden verwandelt. Seine Keynotes sind es, die tausende Menschen an den Computer fesseln.

Und: Sein Gehalt ist nur deshalb so hoch, weil die Aktien so stark gestiegen sind. Richtig: Sein Gehalt ist Aktienabhängig. Der Rest ist tatsächlich nur ein Dollar.

In meinen Augen ist das also überhaupt kein Grund zur Aufregung. Steven Jobs hat hervorragende Arbeit geleistet, und allen Grund, sich das auch bezahlen zu lassen. Ohne ihn hätten 18.000 Apple-Angestellte vielleicht keinen Job, der Online-Musikmarkt wäre nicht so fortgeschritten (Hey, die großen Musikkonzerne verkaufen immerhin über den iTunes Music Store mp3-Musik!) und es gäb weniger Konkurrenz.

Frauen in der Liste

Was ich bedenklicher finde ist, dass nur 12 Frauen in der Forbes-Liste der 500 Top-Verdiener/innen stehen. 12 von 500? Keiner kann mir erzählen, dass das genetisch bedingt ist. Hier läuft etwas gewaltig falsch, hier gehen viele talentierte Manager/innen verloren.