Mythos rückfällige Sexualstraftäter

Das Fernsehen ist nach wie vor größter Pseudo-Wissens-Generator unserer Zeit und dem Internet weit voraus. Schon mal eine Kriminalserie gesehen, in der Sexualstraftäter vorkommen? In CSI, einer Serie, die ich eigentlich recht mag, wurde schon oft erwähnt, dass Sexualstraftäter eine sehr hohe Rückfallsquote hätten. Wenn sie als Verdächtige irgendwann auftreten, sind sie am Ende fast immer die Schuldigen – selbst, wenn sie während der ganzen Serie als freundlich und “normal” rüber kommen.

Jetzt gibt’s eine Statistik von Wiener Kriminalsoziologen, die sagen, dass zwei Drittel aller verurteilten Straftäter/innen nicht wieder verurteilt werden, und nur 4% aller Sexualstraftäter/innen in der selben Kategorie rückfällig werden.

Besonders oft rückfällig werden Personen, die wegen Suchtmittel- oder Vermögensdelikten verurteilt werden.

Einige weitere Infos gibts bei derStandard.at

Ewiger, österreichischer Pessimismus

Barack ObamaDieser Artikel ist für mich etwas ganz besonderes. Ich freue mich schon gut ein Jahr darauf, ihn schreiben zu können, hab schon vor Monaten überlegt, was ich wie schreiben werde.

Der Pessismismus in Österreich ist sagenhaft, speziell in der Politik. Nie wird etwas gutes passieren, alle Politiker/innen, sind grundsätzlich schlecht – und wenn jemand gut erscheint, ist er/sie trotzdem schlecht – selbst im Kreise derer, denen es besser geht. Ich werde das am Beispiel der amerikanischen Präsidentschafts-(Vor-)Wahlen und der Stimmung im Forum von derStandard.at erklären. Menschen, die derStandard.at lesen, sind tendenziell im Mittelstand zu finden, gehören nicht zu den Wenigverdiener/innen.

Situation 1: Vor den ersten Vorwahlen

Obama hat hinter sich bereits eine beachtliche Wahlkampfmaschinerie aufgebaut und begeistert die Massen. In den Umfragen sind er und Clinton nahe beieinander. Ein Großteil der Postings zu den Vorwahlkampf-Artikeln hat folgenden Grundtenor:

Obama wäre toll, die demokratische Partei ist aber zu rassistisch, um ihn auch nur eine einzige Vorwahl gewinnen zu lassen.

Situation 2: Erste Vorwahlen gewonnen

Obama hat die ersten Erfolge hinter sich, die Umfragen schauen immer besser aus, Clinton kommt immer mehr unter Druck. Er schlägt einen Wahlkampf-Spenden-Rekord nach dem anderen. Grundtenor der Postings:

Obama wäre toll, die demokratische Partei ist aber zu rassistisch, um ihn tatsächlich als Kandidaten für die Präsidentschaft aufzustellen.

Situation 3: Vorwahlkampf gewonnen

Obama hat die Vorwahl gewonnen, Clinton gesteht seinen Sieg ein und stellt sich hinter Obama. Ein Spendenrekord nach dem anderen. Grundtenor der Postings:

Obama wäre ganz nett, die Amerikaner/innen sind aber zu rassistisch, um ihn tatsächlich zum Präsidenten zu wählen.

Situation 4: Obama in Umfragen vorne

Obama sammelt mehr Spenden, als jemals ein Präsidentschaftskandidat zuvor, seine Kampagne läuft wie geschmiert, die Umfragen in den Swing States schauen gut aus. Grundtenor der Postings:

Obama ist nicht besser als Bush, er ist ein “verlogener Politiker”, wie alle anderen auch. Unter ihm wird sich nichts ändern.

Situation 5: Obama ist gewählt

Einer seiner Mitarbeiter gibt bekannt, dass man bereits 200 Verordnungen identifiziert hat, die sofort nach Amtsantritt zurückgenommen werden, auch im Umweltbereich. Grundtenor der Postings:

Maßnahmen bringen nichts, sind viel zu wenig, Obama ist nicht besser als Bush. Blah, Blah, Blah.

Vertrauen

Robert Misik hat in seinem Video-Blog im Standard einmal gefordert, einfach daran zu glauben, dass sich etwas zum Positiven verändern kann, dass Obama eine Verbesserung herbeiführen kann. Es gab und gibt genügend Gründe, an Obama zu glauben. Er ist in einem internationalen Umfeld aufgewachsen, versteht daher die Welt ziemlich sicher besser als McCain. Er ist Sozialarbeiter geworden, obwohl er als Anwalt Millionen verdienen hätte können. Er hat seine Kampagne perfekt gemanaged. Er hat auf die Finanzkrise überlegt und vernünftig reagiert, sich mit den richtigen Leuten umgeben. Sein politisches Programm im Allgemeinen scheint sehr durchdacht und realistisch zu sein.

Obama ist noch gar nicht Präsident. Die Verordnungen, die er rückgängig nehmen will, wird er an seinen ersten Tagen zurücknehmen – seine gesamte Amtszeit ist lange genug, um auch konkrete legislative Projekte durchzusetzen. Man muss ihm schon ein Jahr Zeit geben, bevor man ihn wirlklich beurteilen kann. Dann kann es tatsächlich passieren, dass er sich als falsche Wahl herausstellt – wer weiß? Es ist aber nicht zu erwarten.

Freies Spiel der Kräfte: Wer mit wem?

derStandard.at hat eine ausführliche Zusammenstellung der Anträge, die am 12. September in der Sondersitzung des Nationalrats beschlossen wurden, veröffentlicht.

Ich kann nur immer wieder erwähnen: Endlich, endlich, endlich!

Es ist nicht alles perfekt gelaufen, ich finde viele der Gesetze schwachsinnig – aber wenigstens tut das Parlament endlich etwas!

derStandard 2.0, drittes Update

derStandard.at 2.0 ist ein kleines Stück JavaScript, das im Browser läuft und die Kommentar-Funktion von der/dieStandard.at modernisiert und verbessert. Offenbar bin ich nicht der einzige, der den Vorteil darin sieht – das Script wurde bisher schon 40x herunter geladen. Infos gibt’s auf der derStandard.at 2.0-Seite dieses Blogs: http://sebmos.at/derstandardat-20/

Heute freue ich mich, das nächste Update online zu stellen:

  • Infinite Scrolling
    Es gibt nicht mehr mehrere Seiten – die nächsten Postings werden einfach nachgeladen, wenn man weit genug nach unten scrollt.
  • Login Detection
    Es wird jetzt geprüft (und erkannt), ob man überhaupt online ist.
  • dieStandard.at
    Ganz einfach: Diese Seite war bisher nicht in den Domains dabei, auf die das Greasemonkey-Script angewendet wird. Jetzt ist das auch der Fall. Juchee!

Die bisherigen Funktionen sind:

  • Instant Rating
    Sofortiges Bewerten von Beiträgen, ohne dafür erst ein neues Fenster öffnen zu müssen.
  • Instant Replys
    Sofortiges Schreiben von Beiträgen, ohne dafür ein neues Fenster öffnen zu müssen. (Formular wird direkt unter dem zu beantwortenden Beitrag geöffnet.)

derStandard.at 2.0, zweites Update

Das Hauptproblem, das ich beim ersten Update von derStandard.at 2.0 noch ignoriert habe, sind die zusätzlichen Einstellungen, die man beim Abschicken eines Beitrages machen kann. Das inkludiert die E-Mail-Benachrichtigungen bei Antworten auf einen Beitrag. Das ist jetzt wieder möglich, neben dem Button “posten” findet sich jetzt ein Link “Optionen”, wo man diese Sachen umstellen kann.

Alle, die die Instant Reply-Funktionalität von derStandard.at 2.0 schon verwendet haben, sollten das beim ersten Post mit der geänderten Version neu einstellen, da wie gesagt alle Optionen deaktiviert wurden.

Welche Funktionen wünscht ihr euch sonst noch für derStandard.at 2.0?

derStandard.at 2.0, erstes Update

Seit ich das Greasemonkey-Script derStandard 2.0 geschrieben hab, hab ich deutlich mehr Beiträge bewertet, die wichtigere Funktionalität ist aber natürlich das Kommentieren von Beiträgen, das liefer ich heute nach:

derstandard20-post

Ich finde es sehr nützlich und wie gesagt, bin jetzt viel aktiver geworden. Es wundert mich, dass derStandard.at das nicht selbst macht, aber vielleicht werden sie ja davon überzeugt.

Weitere Informationen gibt’s hier: http://sebmos.at/derstandardat-20/

derStandard.at 2.0

Wenn die Leute von derStandard.at ihre einzigartige (weil große & aktive) Community nicht binden und noch mehr engagieren wollen, dann mach ich das halt für sie, und hab hiermit meinen ersten Vorschlag für eine Verbesserung der Kommentar-Funktion umgesetzt, und zwar das Bewerten von Beiträgen.

Mein Greasemonkey-Script ersetzt das kramperte Popup durch drei kleine Grafiken, die mit einem Klick die Bewertung im Hintergrund abschicken. So sieht das dann aus:

derstandard-rate-posting

Installation

  1. Firefox verwenden.
  2. Greasemonkey installieren.
  3. derStandard.at 2.0-Script herunterladen.

Ist das so schwer?

Ich hab mir vor kurzem viel Zeit genommen, um der Online-Zeitung meiner Wahl ein ausführliches Feedback-E-Mail zu schicken. Da ist viel Arbeit hinein gegangen, was man sicher auch gesehen hat.

Ich verstehe zwar, dass derStandard.at ein großes Unternehmen ist und ich sicher nicht der einzige bin, der ein E-Mail hinschickt. Aber ich weiß nicht einmal, ob das E-Mail überhaupt gelesen wurde!

Ist es so schwer, eine automatische Antwort auszuschicken?

Ein “Danke, wir haben deine Nachricht erhalten, wir diskutieren immer unser Feedback!” hätt’s schon getan. So etwas scheint echt schwer zu sein.