#gruenevw: Warum ich trotzdem hingehe!

Der Wiener Grüne Landesvorstand hat es beinahe geschafft, die Grünen Vorwahlen im Keim zu ersticken. (Keine Angst, mehr dazu schreib ich nicht, das wurde alles bereits ausführlich elaboriert.) Viele fragen sich jetzt, ob sie überhaupt zur Landesversammlung der Wiener Grünen am 15. November (am Sonntag!) gehen sollten.

Meine Bitte: Geht hin! Und zwar aus zwei Gründen:

Einerseits ist die klare Konsequenz: Wenn wir daheim bleiben, haben die Grünen Vorwahlen verloren. Endgültig. Gehen wir dagegen hin, investieren wir einen Sonntag Nachmittag für die Chance, einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Grünen bei den Gemeinderatswahlen 2010 noch besser abschneiden als letztes Mal. Viel gibts nicht zu verlieren.

Andererseits hab ich bei der Open Space-Veranstaltung gesehen, welche unterschiedlichen Kandidat/innen es gibt, von denen viele parteiintern nicht vernetzt sind (also von den nicht bzw. wenig vernetzten Vorwähler/innen profitieren können). Von Dampfplauderern bis zu in unterschiedlichsten Themen versierten Spezialist/innen – am Sonntag stehen viele interessante Personen zur Wahl.

Wen wählen?

Die Stimme an die richtigen Personen zu vergeben wird für mich eine Herausforderung. Ich will die meisten aktuellen Gemeinderät/innen wieder im Gemeinderat sehen, es gibt aber auch neue Personen, die ich gerne wählen würde. Da nur wenige aufhören, wird es nicht möglich sein, alle auf realistische Plätze zu wählen. Das geht sicher nicht nur mir so, deshalb ein Tipp: Überlegt euch, welche Kandidat/innen auch außerhalb des Gemeinderats Projekte umsetzen können bzw. welche Personen speziell davon profitieren können, im Gemeinderat zu arbeiten. Mir wird das auf jeden Fall eine Entscheidungshilfe sein.

Ich weiß, wer meine Stimme erhalten wird, und hab viel Zeit in die Überlegungen investiert. Ich empfehle euch, das auch zu tun.

Weitere Infos

Warum die Linken nicht von der Wirtschaftskrise profitieren!

Viele waren überrascht, als bei der EU-Wahl dieses Jahr trotz der Wirtschaftskrise die konservativen Parteien dazu gewonnen haben, obwohl sie für die Wirtschaftskrise wesentlich mitverantwortlich sind, während die linken Parteien verloren haben. (Die Grünen haben zwar einige Mandate gewonnen, die Sozialdemokraten aber sehr viele verloren.)

Bei den meisten sozialdemokratischen Parteien gibt es Landesspezifische Probleme, im Kern sind es aber überall Probleme mit der Glaubwürdigkeit.

Obwohl die Konservativen diese Krise mitverursacht haben wird ihnen eher zugetraut, sie auch wieder zu lösen. Diese Vermutung wird noch nicht einmal durch konkrete Ideen unterstützt.

Die Grünen haben gestern ein perfektes Beispiel gebracht, warum das der Fall ist. Die Forderung nach der 35-Stunden-Woche. Bei vollem Lohnausgleich.

Ich könnte jetzt ausführlich erklären, warum das völliger Blödsinn ist, aber Christian Schreiter, Landessprecher der Grünen Wirtschaft Burgenland, tut das viel besser: Die 35-Stunden-Woche ist ein Irrtum!

Es dürfte ziemlich allen klar sein, dass diese Idee für eine breite Masse der Arbeitnehmer/innen ganz einfach weder sinnvoll noch durchführbar ist, ohne die Wirtschaft schwer zu belasten.

Die wirklichen (und behebbaren) Probleme, wie die hohen Lohnnebenkosten werden in diesem Vorschlag erst gar nicht diskutiert, was zeigt, dass sich die Grünen mit dem Thema überhaupt nicht auseinandergesetzt haben.

Nicht nur lernen die Grünen (und andere linke Parteien) nicht aus ihren Fehlern – sie beweisen auch wieder einmal, dass auf Bundesebene scheinbar sowohl für Populismus als auch ernsthafte Arbeit das richtige Personal fehlt.

In Oberösterreich gehts um die Wurst

Wenn man ein Jahr von September bis September sieht und auf 13 Monate ausdehnt, dann sind wir gerade im Endspurt eines Super-Wahljahres. Angefangen mit den Nationalratswahlen (mit schlechtem Ergebnis für uns Grüne) über die Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg (mit sehr schlechtem Ergebnis für uns Grüne) und die EU-Wahl (mit schlechtem Ergebnis für uns Grüne) bis zu den Landtagswahlen in Oberösterreich und Vorarlberg Ende September stattfinden.
So viele Wahlen, so viele schlechte Ergebnisse – und egal, wie selbstverschuldet die Wahlverluste waren, sie waren jedes Mal schmerzlich.

Die Grünen OÖ Logo

Aber denken wir doch positiv: Bei der Landtagswahl in Oberösterreich geht’s zum ersten Mal so richtig um die Wurst. Hier waren die Grünen nämlich bereits in der Landesregierung, und zwar sehr erfolgreich. Die Leute um Anschober haben im Umweltressort viel weiter gebracht, das davor die Blauen kontrolliert haben. Oberösterreich wurde zum Musterland erneuerbarer Energien, diese krisensicher(er)en Arbeitsplätze haben geholfen, die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise abzufedern. In Oberösterreich geht es zum ersten Mal dieses Jahr wirklich um Regierungsverantwortung.
Hier wissen wir, dass die Grünen in einer Regierung ziemlich erfolgreich sein können!

Die Legislaturperiode war für die Grünen natürlich nicht perfekt. In der Koalition mit der viel größeren ÖVP, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs durchgehend die Landeshauptleute gestellt hat, waren teils schmerzliche Zugeständnisse notwendig. Da ist zum Beispiel der Börsegang der Energie AG, der sicher für viele sehr schmerzlich war, oder verschiedene verkehrspolitische Aktivitäten, die nicht ins grüne Kernkonzept passen, aber mitbestimmt wurden. Und natürlich Forderungen, die die Grünen nicht umsetzen konnten, weil sie ganz einfach keinen Einfluss auf die entsprechenden Ressorts hatten.

Aber trotzdem: Oberösterreich ist durch die Grünen besser geworden. Deshalb geht’s am 27. September in Oberösterreich um sehr viel. Es geht darum, ob das Umweltressort von einer Umweltpartei oder der FPÖ besetzt wird. Es geht darum, ob im momentan wahrscheinlich einzigen Bundesland, in dem die Grünen eine ernsthafte Chance auf den dritten Platz haben, dieser dritte Platz erreicht wird.

Die Grünen liegen im Umfragen bei 8 bis 10%, die FPÖ bei 10 bis 12%. Mit einem guten Wahlkampf ist es möglich, am oberen Ende der Erwartungen zu liegen, oder diese sogar zu übertreffen. Und die FPÖ, naja, man kann ja hoffnungsvoll sein!

Eine Stimme mehr oder weniger für SPÖ oder ÖVP spielt am 27. September keine große Rolle. Die Wahlergebnisse der beiden sind absehbar: ÖVP wird gewinnen, SPÖ wird verlieren. Bei beiden Parteien gibt es keinen Grund (besonderes Thema; neue/r, besonders charismatische/r Spitzenkandidat/in), eine starke Abweichung von den Umfragen zu erwarten.

Wer lieber die Grünen als die FPÖ in einer Regierung mit der ÖVP sieht, soll sich gut überlegen, welche Partei die Wählerstimme im Herbst erhält!

Fazit: Europa-Partei gründen

Ich sehe das Ergebnis der EU-Wahl mit gemischten Gefühlen. Es war zwar für die Grünen ein furchtbar schlechtes Ergebnis, aber doch viel besser, als viele (auch ich) es erwartet hätten. Außerdem ist die FPÖ deutlich unter den Erwartungen geblieben, der im Vergleich wesentlich angenehmere Hans-Peter Martin hat ihr die Proteststimmen genommen. Das BZÖ ist gleich gar nicht im Parlament und hat selbst in Kärnten nur 20% erreicht. (Mit dem ach so undemokratischen Vertrag von Lissabon wird das BZÖ doch noch rein kommen.) Die SPÖ wurde (wie die Grünen) für den EU-Flip-Flop-Kurs bestraft, was ich grundsätzlich für gut halte. (Wie sonst würden die Parteien lernen, dass man die EU nicht den populistischen Flaschen schenken darf?)

Was sind die Konsequenzen?

Aber trotzdem: Welche Konsequenzen müssen die Grünen aus diesem Wahlverlust ziehen? Dass es unklug war, eine unbekannte Kandidatin an den ersten Listenplatz zu setzen und die erfahrenen Mandatar/innen (Voggenhuber, Lichtenegger) zu übergehen, wissen wir mittlerweile. Dass es klug gewesen wäre, eine Listen-interne Rivalität (siehe ÖVP: Strasser vs. Karas) entstehen zu lassen, auch.

Soll jetzt der/die Wahlkampfleiter/in zurücktreten? Die (erfolglose) Spitzenkandidatin? Die (für sie kämpfende) Parteichefin?

Nein, die Konsequenzen müssen anders und weitreichender sein. Dazu eine kurze Analyse: Die Entscheidung, die bei SPÖ und Grünen zu den schlechten Ergebnissen geführt haben, waren innenpolitische Entscheidungen. Der Anti-EU-Kurs der SPÖ, der Flip-Flop-Kurs der Grünen. Gewonnen hat ein Kandidat, der nicht auf innenpolitische Situationen Rücksicht nehmen muss, der einzige reine Europakandidat.

Europa-Partei

EU-Flagge

Die Konsequenz muss die Gründung einer Europa-Partei sein. Einer Partei, die nicht als Vorfeldorganisation der Bundespartei geführt wird, sondern einen eigenständigen Kurs (sei er nun positiv oder kritisch) führen darf. Eine Partei, die nicht bei der Öffentlichkeitsabteilung der Bundespartei um Unterstützung betteln muss, sondern ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit mit ihrem eigenen Budget zu ihren eigenen Bedingungen organisiert.

Die Idee macht Sinn: Das Europaparlament wird zur Zeit im Land nicht wahrgenommen, außer es wird für innenpolitische Probleme verantwortlich gemacht, da die Innenpolitik wichtiger ist. (Sie bringt mehr Budget als die EU.) Die Kandidat/innen sind daher allesamt relativ unbekannt oder wenigstens unbeliebt, weil sie selten in den Medien vorkommen – und dann oft in negativem Kontext.

Ich wünsche mir eine Europagrüne Partei. Mit eigenem Personal, eigenen Strukturen, eigenen Mitgliedern, eigener Öffentlichkeitsarbeit. Eine eigene Partei. Die könnte die nächste EU-Wahl gewinnen.

EU-Wahl: Vorzugsstimme für Eva Lichtenberger

Eva Lichtenberger

Am Sonntag ist die EU-Wahl, genauer gesagt die Wahl des EU-Parlaments. Damit geht der wohl grauslichste und thematisch langweiligste Wahlkampf, den ich je miterleben musste, zu Ende. Um so wichtiger ist es, am Sonntag wählen zu gehen!

Ich werd, welche Überraschung, die Grünen wählen. Nicht, weil sie so toll sind (sind sie im Moment nicht), sondern weil sie weiterhin mit Abstand die beste Europa-Partei bleiben. (Mit der Wahl von Ernst Strasser hat sich ja auch die ÖVP ins populistische “Europa ist an allem Schuld”-Eck begeben.) Sie sind im Moment das geringste Übel, wenn man so will.

Ich werd aber vor allem Eva Lichtenberger meine Vorzugsstimme geben. Damit kann ich den Grünen zeigen, dass ich die Wahl von Ulrike Lunacek ungeschicht finde, ohne nicht wählen zu gehen. Außerdem ist sie eine wirkliche Internet- und Copyright-Expertin. Sie braucht keine Industrielobbies, um sich eine Meinung zu Softwarepatenten bilden zu können!

Ich bin übrigens nicht der einzige, der diese Idee für gut findet. Meine Blogger-Kollegen Helge(.at), Gerald Bäck und Christoph Chorherr haben ihre Unterstützung für Eva Lichtenberger ebenfalls öffentlich kundgetan. Mittlerweile gibts sogar eine Facebook-Gruppe, die sich dem Anliegen widmet.

Diese EU-Wahl ist echt wichtig. Die EU entscheidet ca. 50% aller österreichischen Gesetze, mit der neuen Verfassung bekommt das EU-Parlament noch mehr Macht (die undemokratischen Gremien können viel stärker durch das EU-Parlament kontrolliert werden), Österreich wird noch dazu verhältnismäßig einflussreicher (das EU-Parlament wird kleiner, Österreich bekommt aber einen zusätzlichen Sitz).

In diesem Sinne: Spread the Word!

EU-Wahl: Alles was Recht ist

Johannes Voggenhuber kandidiert nicht für die Grünen. Ich war nicht begeistert von der Entscheidung, weil er meiner Meinung nach der bessere, bekanntere und profiliertere Kandidat gewesen wäre. Aber er ist es nicht geworden, finden wir uns damit ab.

Deshalb den Grünen die Stimme zu verweigern oder gar die ÖVP zu wählen, ist kleinkarierter Blödsinn.

Eine Stimme für die ÖVP war und ist eine Stimme für Software-Patente, ein noch aggressiveres Copyright-Gesetz, ewiggestrige Gesellschaftspolitik und Industrie- statt Umweltpolitik.

Der Spitzenkandidat Ernst Strasser ist ein politischer Hardliner aus dem rechten Rand der ÖVP, der unter anderem für die verfassungswidrige Asylgesetz-Novellierung verantwortlich war.

Nein Danke!

Ob man die Plakate peinlich findet oder man lieber Johannes Voggenhuber an der Spitze gesehen hätte: Die Grünen bleiben die wählbarste Partei. Mit Abstand!

Man könnte sagen: Johannes Voggenhuber hat zwar den Kampf um seine Kandidatur verloren, aber den Kampf um die grüne Positionierung gewonnen. (Links-populistischer als bisher scheinen Österreichs Europa-Grüne unter Lunacek nämlich nicht zu agieren, sie wird nicht müde zu betonen, wie wichtig die EU besonders in dieser Krisenzeit sei.)

Mein Appell

Wählen gehen! Von der EU werden ca. 50% unserer nationalen Gesetze beschlossen, die EU gibt uns hier außerdem die Möglichkeit, auf die Gesetzgebung von halb Europa Einfluss zu nehmen. Nicht wählen zu gehen wäre fahrlässig.

Nicht für dumm verkaufen lassen! So manches von dem, was in Wahlkämpfen beworben wird, hat nichts mit den Kompetenzen der Leute zu tun, die man zu wählen glaubt. (Siehe die Polizei-Probleme im Wiener Wahlkampf, die einfach keine Bürgermeister-Kompetenz sind. Oder vieles dessen, was im ÖH-Wahlkampf gefordert wird.)

Voggenhuber vergessen! Dieser Appell geht vor allem an die (bisherigen) Grün-Wähler/innen, die Johannes Voggenhuber nachtrauern: Bevor ihr aus Frust nicht wählen geht oder eine andere Partei wählt: Schaut euch gut an, wer die Alternativen sind:

Ist es wirklich richtig, eine Viertelstimme den Rechtsextremen zu geben?

Ist Ernst Strasser wirklich eine gute Alternative zu Johannes Voggenhuber?

Wir machen Grüne Vorwahlen!

Gestern Abend war ich bei einer konspirativen Veranstaltung, wo Helge, Jana und Martin eine Initiative vorgestellt haben, an der sie die letzten Wochen gearbeitet haben: Grüne Vorwahlen

Wie sich herausstellt, gibt es bei den Grünen Wien für Nicht-Parteimitglieder die Möglichkeit, an Landesversammlungen teilzunehmen und mitzubestimmen. Zum Beispiel an den Abstimmungen zur Kandidat/innenliste für die nächste Gemeinderatswahl.

Es gibt nur zwei Bedingungen: Man darf kein Mitglied einer anderen Partei sein (no na ned) und muss sich vier Monate (plus einen zusätzlichen  Monat, da die Grünen ein paar Wochen zum Bestätigen der Anträge brauchen) vor der Landesversammlung bewerben. (Die nächste findet am 15. November 2009 statt, es ist also bis 15. Juni Zeit zur Anmeldung.)

Warum?

Das warum ist leicht beantwortet: Nenne die Namen der Hälfte der grünen Nationalratsabgeordneten (ohne nachschauen) und was sie tun. Die Chancen stehen gut, dass du das nicht schaffst.

Die Ziele sind einfach:

  • Mehr Bekanntheit. Wer auf der Liste steht, soll einer möglichst großen Anzahl an potentiellen Grün-Wähler/innen bekannt sein. Damit es nicht so ist, dass der/die Spitzenkandidat/in die einzige bekannte Person ist.
  • Veränderung. In den letzten Jahren sind kaum neue Personen in nennenswerte Rollen gekommen. Quereinsteiger/innen wie Alexander van der Bellen oder Eva Glawischnig gibts schon viel zu lange nicht mehr. Warum? Weil im Moment nur die Personen in Spitzenpositionen kommen, die in der Parteibasis am besten vernetzt sind.
    Eine Ausweitung der (Vor-)Wähler/innen-Basis würde es unbekannten Kandidat/innen eine Chance geben, die sonst nicht gewählt würden.
  • Interesse wiederherstellen. Ich hab heute am Gang einem Bekannten von den Grünen Vorwahlen erzählt. Er war sofort begeistert und hat mir erzählt, dass er sich in letzter Zeit von den Grünen nicht mehr so gut vertreten fühlt, ihn aber diese Aktion wieder zurück bringen wird.

Worum es nicht geht:

Bei der Diskussion gestern war uns allen klar, dass manche diese Vorwahlen-Initiative als Putschversuch sehen werden. Das sind sie nicht. Es ist weder das Ziel der Initiative, gezielt eigene Kandidat/innen aufzustellen und zu bewerben, noch die grüne Führung zu stürzen.

Das Ziel ist, die Listen-Erstellung transparenter zu machen, damit wir bei der nächsten Wahl mehr Leute kennen, als Personen an den ersten zwei, drei Plätzen. Damit wir wissen, was die Leute, die wir wählen werden, eigentlich tun. Genau so, wie sich die Gründer/innen der Grünen das vorgestellt haben.

Die Gefahr, dass diese Initiative missbraucht werden kann, ist dabei gering: Die Grünen haben das Recht, jede/n Vorwähler/in abzulehnen.

Also: Registrieren!

Es ist wirklich nicht viel Arbeit!

  1. Registrierungsformular ausdrucken und ausfüllen.
  2. In eine Vorwahlbox (im Werkzeug H oder im Lux) werfen, an 01/2533033 4948 faxen, an “Grüne Vorwahlen”, Postfach 86, 1014 Wien schicken oder einscannen und an anmeldung /ät/ gruenevorwahlen /punkt/ at e-mailen.
  3. Sommer & Herbst: Über die Kandidat/innen informieren und informieren lassen.
  4. 15. November: Zur Landesversammlung gehen und für deine Lieblings-Kandidat/innen stimmen.
  5. 2010: Bei der Wahl für die demokratischste grüne Gemeinderatsliste stimmen, die es je gegeben hat.

Übrigens: Alle Tweets zum Thema gibts unter http://gruene.sebmos.at/vorwahlen/!

Nicht durchfallen: Wie funktioniert das?

Der grüne Bildungssprecher Harald Walser hat das neue Grüne Bildungsprogramm vorgestellt, das ich grundsätzlich sehr gut finde. Es ist eine gute Diskussionsbasis für die vielen Probleme in unserem Schulsystem: die kontraproduktive (und unmoralische) Selektion im Alter von 10 Jahren, die Verschwendung unseres Steuergeldes – auch bekannt als “Durchfallen”, fehlende Nachmittagsbetreuung und die fehlende Motivation vieler Lehrkräfte.

Aber nicht alles ist mir klar: Wie soll das nicht durchfallen funktionieren? Beispiel: Ich muss Französisch der vierten Klasse wiederholen.

  • Mache ich dann in der fünften Klasse zwei Französisch-Klassen parallel?
  • Muss ich ein sechstes Jahr dran hängen, um Französisch der fünften Klasse zu machen?
  • Wie wird das organisatorisch gelöst?
  • Sitze ich dann in den Französisch-Stunden statt meiner normalen Klasse in einer vierten Klasse?
  • Wenn das mehrere Schüler/innen betrifft: Kann man wirklich die Lehrpläne so organisieren, dass ich als Fünftklässler keine andere Stunde verpasse?
  • Oder werde ich die Stunden am Nachmittag in einer zusätzlichen, Freigegenstand-ähnlichen Stunde nachholen?

Google PowerMeter & Grüne Wärmebild-Kampagne

Technologie vereinfacht unser Leben, das verstehen mittlerweile selbst stockkonservative Ewiggestrige. Sie wird auch eine wesentliche Rolle in einer Energiewende, welcher Art auch immer, spielen. Ich möchte hier kurz zwei Initiativen vorstellen, die das Potential haben, unser beim Energiesparen ganz wesentlich zu helfen.

Google PowerMeter

“If you cannot measure it, you cannot improve it.” (Lord Kelvin)

Googles philantropischer Arm, Google.org, hat vor einigen Tagen Google PowerMeter angekündigt – eine Software, die den Energieverbrauch misst, analysiert und aufschlüsselt. Sie soll sich in Energiemessgeräte reinhängen und einfache Reports anbieten, mit denen der Energieverbrauch gut kontrolliert werden kann. So wird ein Energie-Report in etwa aussehen:

Google PowerMeter Screenshot

Google ist als eines der mächtigsten Technologie-Unternehmen eine der wenigen Firmen, die so ein Projekt wirklich umsetzen kann und wird damit ziemlich sicher den Strombedarf der meisten Menschen merkbar reduzieren können. Ein alter, stromfressender Kühlschrank wird damit plötzlich zu einer messbaren Einheit, anstatt ein nicht ausgewiesener Teil der Stromrechnung.

Das Programm befindet sich im Google-internen Test, genauere Details (Ist das eine Web- oder eine Desktop-Anwendung? Findet die Analyse auf Google-Servern oder offline statt?) sind noch nicht bekannt.

Grüne Wärmebild-Kampagne

Die Grünen haben mich nach der Causa Voggenhuber wieder einmal positiv überrascht. Sie laufen nämlich mit einer Wärmebildkamera durch Wien, fotografieren Häuser und dokumentieren die Sanierungs-Notwendigkeit. Die meisten Wiener Häuser könnten durch Sanierung ihren Mieter/innen viel Geld sparen, die Grünen schätzen die möglichen durchschlittlichen Einsparungen auf 850 Euro pro Haushalt & Jahr.

Wir haben unser Haus in Freistadt vor einigen Jahren ebenfalls mit einer Wärmebild-Kamera fotografieren lassen und daraufhin alle Fenster ausgewechselt sowie einen Teil des Hauses gedämmt. Diese Investition braucht zwar einige Jahre, bevor sie sich amortisiert, tun wird sie das aber auf jeden Fall – und wir konnten letztes Jahr einen der beiden Kellerräume, in dem Heizmaterial gelagert wurde, zu einem normalen Kellerraum zurück bauen.

Diese Kampagne wird den Mieter/innen zwar nicht direkt helfen, hat aber das Potential, politischen Druck auszuüben, damit endlich die Sanierung von Altbauten mehr gefördert und mehr erzwungen wird. Das Einsparungspotential ist offensichtlich enorm!

Google PowerMeter & Grüne Wärmebild-Kampagne

Technologie vereinfacht unser Leben, das verstehen mittlerweile selbst stockkonservative Ewiggestrige. Sie wird auch eine wesentliche Rolle in einer Energiewende, welcher Art auch immer, spielen. Ich möchte hier kurz zwei Initiativen vorstellen, die das Potential haben, unser beim Energiesparen ganz wesentlich zu helfen.

Google PowerMeter

“If you cannot measure it, you cannot improve it.” (Lord Kelvin)

Googles philantropischer Arm, Google.org, hat vor einigen Tagen Google PowerMeter angekündigt – eine Software, die den Energieverbrauch misst, analysiert und aufschlüsselt. Sie soll sich in Energiemessgeräte reinhängen und einfache Reports anbieten, mit denen der Energieverbrauch gut kontrolliert werden kann. So wird ein Energie-Report in etwa aussehen:

Google PowerMeter Screenshot

Google ist als eines der mächtigsten Technologie-Unternehmen eine der wenigen Firmen, die so ein Projekt wirklich umsetzen kann und wird damit ziemlich sicher den Strombedarf der meisten Menschen merkbar reduzieren können. Ein alter, stromfressender Kühlschrank wird damit plötzlich zu einer messbaren Einheit, anstatt ein nicht ausgewiesener Teil der Stromrechnung.

Das Programm befindet sich im Google-internen Test, genauere Details (Ist das eine Web- oder eine Desktop-Anwendung? Findet die Analyse auf Google-Servern oder offline statt?) sind noch nicht bekannt.

Grüne Wärmebild-Kampagne

Die Grünen haben mich nach der Causa Voggenhuber wieder einmal positiv überrascht. Sie laufen nämlich mit einer Wärmebildkamera durch Wien, fotografieren Häuser und dokumentieren die Sanierungs-Notwendigkeit. Die meisten Wiener Häuser könnten durch Sanierung ihren Mieter/innen viel Geld sparen, die Grünen schätzen die möglichen durchschlittlichen Einsparungen auf 850 Euro pro Haushalt & Jahr.

Wir haben unser Haus in Freistadt vor einigen Jahren ebenfalls mit einer Wärmebild-Kamera fotografieren lassen und daraufhin alle Fenster ausgewechselt sowie einen Teil des Hauses gedämmt. Diese Investition braucht zwar einige Jahre, bevor sie sich amortisiert, tun wird sie das aber auf jeden Fall – und wir konnten letztes Jahr einen der beiden Kellerräume, in dem Heizmaterial gelagert wurde, zu einem normalen Kellerraum zurück bauen.

Diese Kampagne wird den Mieter/innen zwar nicht direkt helfen, hat aber das Potential, politischen Druck auszuüben, damit endlich die Sanierung von Altbauten mehr gefördert und mehr erzwungen wird. Das Einsparungspotential ist offensichtlich enorm!