Google stoppt Radio- und Zeitungswerbung

Google hat innerhalb eines Monats die Pläne, das erfolgreiche AdSense-Modell auf Radios und Zeitungen zu erweitern, gestoppt. Werbe-Kund/innen sollten, ähnlich wie bei den Online-Werbungen, Werbung in Zeitungen und Radios ersteigern können. Dazu hat Google 2006 das Unternehmen dMarc Broadcasting gekauft, um fette 102 Millionen Dollar. 40 Mitarbeiter/innen der Abteilung werden unter Umständen entlassen.
Von den exotischen Werbe-Experimenten bleibt nur noch AdWords for TV übrig. Das läuft aber auch nicht aufregend (sonst würde Google damit angeben), vermutlich wird Google also auch hier bald den Stecker ziehen.

Das ist gut so.

Google dominiert den Suchmaschinenmarkt und die Suchmaschinen-Werbung und betreibt eine der größten Werbe-Vermarktungs-Plattform (AdSense/DoubleClick), eines der größten Webmail-Angebote, die größte Video-Plattform, einen der meistverbreiteten webbasierten RSS-Reader, eines der großen Social Networks (Orkut), eines der weitverbreitetsten Statistik-Services und entwickelt ein vielversprechendes Smartphone-Betriebssystem, das auch auf Netbooks portiert werden soll.

Google ist mächtig genug. Es wird Zeit, dass es irgendwo versagt.

Google AdSense Scroll-Funktion

google-adsense-scrolling.gifIch war überrascht zu sehen, dass bei einer Google Adsense-Anzeige zwei Scroll- oder Voting-Buttons angezeigt wurden. (So klar ist das für mich nicht gewesen – das hätten genau so gut Buttons zum Bewerten der Werbungen sein können.)

Mit den Buttons kann man die angezeigten Anzeigen aus dem sichtbaren Bereich scrollen lassen und neue Anzeigen einblenden.

Interessante Idee, auch wenn das User Interface nicht besonders verständlich ist.

Die Idee dahinter ist aber sehr interessant: Das Puplikum soll mit den Werbungeflächen interagieren können, auch wenn Google vielleicht ohnehin schon gute Werbung anzeigt.

Das Ziel ist, die Aufmerksamkeit zu erhöhen – er sich die Arbeit antut, die Werbungen auszuwechseln, gibt ihnen grundsätzlich Aufmerksamkeit und klickt viel eher auf eine Werbung.

Ich gehe stark davon aus, dass das nur ein Test ist und ich das nur zufällig sah, die Tatsache, dass Google mit solchen Ideen experimentiert zeigt mir aber, wie sehr die Argumente, Google werde schwerfällig und langsam, falsch sind. Jedenfalls sehe ich das weder bei Yahoo! Publisher Network- noch Microsoft adCenter-Werbungen.