Palm Prē & WebOS: Endlich ein iPhone-Konkurrent

Palm PreEs hat zwei Jahre gedauert, bis die Händi-Industrie eine Konkurrenz zu Apple‘s iPhone auf den Markt brachte, aber endlich ist es passiert. Palm ist zurück im Spiel, es hat die hohen Erwartungen erfüllt, die in die neue Software-Plattform gesetzt wurde – und nicht umsonst erst letzten Monat eine 100-Millionen-Dollar-Geldspritze vom Finanzinvestor Elevation Partners bekommen.

Das wichtigste sind zwei Sachen: 1. Das Gerät schaut wirklich toll aus, ist eines der schönsten Geräte neben Apple’s iPhone. 2. Die Software scheint ähnlich genial zu sein. Palm zeigt viel Liebe fürs Detail und erinnert stark an Apple. Die Anstellung von Jon Rubinstein (vorher bei Apple) scheint sich gelohnt zu haben!

Der Preis in den USA wird voraussichtlich 150 Dollar betragen, in Europa wird es also vermutlich 150 Euro kosten!

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Technische Details

  • Abmessungen: 59,57 x 100,53 x 16,95 mm (kleiner als das iPhone)
  • Gewicht: 136 Gramm
  • GPS
  • 8GB Festplatte (genug für mich!)
  • 802.11b/g WLAN
  • Herausziehbare Tastatur (!!)
  • 3,1
  • 3.1″ Touchscreen, 320×480 Pixel Display
  • Beschleunigungs-, Nähe- und Umgebungslichtsensoren
  • Headphone-Anschluss
  • Auswechselbarer Akku (im Gegensatz zu Apple’s Geräten)
  • MicroUSB-Anschluss

Jetzt ist die Frage: Wann startet es in Europa? Palm hat bekannt gegeben, dass Pam Prē in den USA und Europa (und überall sonst) gleichzeitig starten, allerdings werden anfangs nur 200.000 Stück produziert.

Die Händi-Innovation des Jahrzehnts

Nein, hier ist icht vom iPhone die Rede, sondern davon, was als “Google Phone” in der Gerüchteküche kursiert.

Das iPhone ist ein High-Tech-Multimedia-Gerät, das aber abgesehen vom Multi-Touch-Display und einer besseren Navigation nicht revolutionär ist. So kann man keine Software installieren, und es ist für den Massenmarkt viel zu teuer.

Die Händi-Innovation des Jahrzehnts wird auf dem Typ Telefon stattfinden, den der Großteil der Händi-Nutzer verwenden: Billige, zur Zeit völlig unbrauchbare Händis, mit denen man außer Telefonieren und SMS schreiben sicher nichts tun kann. Und selbst das ist noch eine Katastrophe.

Stimmt die Gerüchteküche, arbeitet Google an einem Betriebssystem für Händis und/oder Smartphones, das nicht mit dem iPhone konkurrieren soll, da es für deutlich günstigere Geräte verfügbar sein wird. (Insofern wird es auch weniger für Smartphones als für “normale” Händis gedacht sein.) Stimmt die Gerüchteküche, wird Google das Telefon nicht selbst entwickeln, abgesehen von Referenzgeräten. (Ja, ich hab’s euch gesagt!)

Das System soll Linux-basiert sein (Das macht Sinn, wieso auch einen eigenen Kernel entwickeln und warten?) , wie gesagt an Dritt-Hersteller lizenziert werden (Auch das macht Sinn, die Dritthersteller bekommen das System vermutlich gratis oder erhalten sogar Geld für die Installation und müssen kaum aktiv entwickeln.), wird verschiedene Google-Programme vorinstalliert haben (Logisch, Google will ja seine Programme verbreiten.) und Dritt-Programme zulassen (Eigentlich logisch, außer Apple macht das jede Smartphone-Plattform.).

Sinn machen würde eine Push-E-Mail-Anwendung für Gmail und eine kreative Integration von Google Maps und Calendar, außerdem GPS-Systeme, etc.

Wenn das halbwegs stimmt, ist das die Händi-Innovation und -Revolution des Jahrzehnts. Und im Gegensatz zum iPhone würd ich mir das auch definitiv kaufen, sobald in Europa verfügbar.

Apple’s neuesten Produktankündigungen

Apple hat also wieder mal neue Produkte angekündigt bzw. gestartet, und wieder einmal sind alle begeistert. Schauen wir uns die verschiedenen Ankündigungen an, und schaun wir, was dahinter steckt!

iPod Touch

iPod Touch war ehrlich gesagt absehbar. Leuten ein Händi zu verkaufen ist ungleich schwerer als einen MP3-Player. Beim MP3-Player muss man keine zweite wesentliche Entscheidung treffen, die noch dazu viel Geld kosten kann: Die Wahl des Netzbetreibers.

Es war also ziemlich absehbar, dass die Multitouch-Funktionen irgendwie in einem iPod enden würden.

Was mich positiv überrascht, ist die WLAN-Integration. Genial. Das ganze macht zwar keinen Sinn, so lange freie WLAN-Hotspots nicht weiter verbreitet sind, es gibt dem Produkt aber eindeutig einen massiven Coolness-Schub.

iPod Nano

Den iPod Nano gibts immernoch, auch wenn das bedeutet, dass vier iPod-Reihen gleichzeitig verfügbar sind – iPod Classic, iPod Touch, iPod Nano und iPod Shuffle.

Dass er eindeutig der hässlichste iPod am Markt ist, verwundert ein bisschen. Ich hätte Apple mehr zugetraut, auch wenn ein größerer Display gewünscht war, um Videos und andere User Interface-Goodies zu unterstützen.

iPod Classic

Der gute, alte iPod ist noch immer am Markt, mit dem neuen Namen “iPod Classic”. Diese Entscheidung finde ich klug, ich fand das immer ein bisschen verwirrend.

Der neue iPod hat jetzt bis zu 160 GB Speicher – unglaublich. Ich kann mich noch an meinen ersten iPod erinnern, der schlappe 15 GB an Musik speichern konnte, und ich konnte ihn schon damals nicht ansatzweise anfüllen…

iPhone Preisnachlass

Das iPhone ist billiger geworden! Juhu! Für Apple ist das selbstverständlich ein schlechtes Zeichen, offensichtlich hat man mit dem sehr hohen Preis nicht die Absatz-Ziele erreichen können – sonst hätte Steve Jobs heute damit angegeben! ;)

Allerdings werden sich die Kunden, die das iPhone bisher gekauft haben, ziemlich ärgern. Die Optik ist keine gute, ich bin gespannt, ob die Produktankündigungen die negativen Seiten der Preissenkung für die bisherigen Kunden ausgleichen kann!

iPhone Europa-Start

Kein Wort hingegen gab es zum Start des iPhones in Europa. Angeblich soll er in zwei Monaten, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, stattfinden. Mal sehen – ich bin skeptisch…

iTunes WiFi Music Store

Ein cooler Meilenstein ist der iTunes WiFi Music Store, bei dem Lieder direkt über WLAN auf den iPod geladen werden können. Ich finde die Idee toll, auch wenn sie nicht wirklich neu ist.

Werd ich mir einen neuen iPod kaufen? Ein iPhone wird es nicht, dafür hab ich für meinen Treo 750 zu viel Geld bezahlt, aber der iPod Touch sagt mir sehr zu. Irgendwie muss ich halt mein Gewissen noch überreden. (Ich hab einen, den ich dank Gravur nicht verkaufen werden kann. Ich brauche andererseits auch gar keinen. *seufz*)

Apple: Hände weg von Politik!

Ich kann es nicht vermeiden, über Apple’s iPhone zu schreiben. Aber statt eine Review zu schreiben, auf Basis eines Produktes, das ich nicht einmal besitze, werde ich anhand des iPhone in Apple’s Geschäftspolitik hineinblicken.

Slate Magazine, ein Englisch-sprachiges Online-Magazin, beschwert sich darüber, dass das iPhone nicht wirklich revolutionär ist.

Die Gründe:

  • Es ist nur mit AT&T zu haben. Man kann es auch nicht nachträglich ummelden.
  • Es ist nicht möglich, Skype oder andere VoIP-Angebote zu nützen.
  • Es unterstützt nur EDGE, kein UMTS.
  • Es unterstützt keine Programmierumgebungen wie Java, Flash oder das .NET Framework.

Alle diese Argumente sind korrekt. Es stimmt. Apple hat sehr viele Sachen nicht gemacht, die im Sinne der Kund/innen wären. Trotzdem ist das iPhone revolutionär.

Aber: Apple ist eine Firma, die sich von Politik fern hält, wenn dadurch kein Vorteil entsteht.

Natürlich wäre es für die Kund/innen besser, wenn Apple Skype, Google Talk und andere Voice over IP-Angebote erlauben würde. Natürlich hätte ich gerne bessere eine Entwicklungs-Umgebung. Aber das ist Politik. Und die ist ein heißes Pflaster.

Apple mischt sich in “politische” Entscheidungen nur dann ein, wenn für die Firma daraus ein Vorteil entsteht. Jahrelang war Apple zum Beispiel ein Umweltsünder sondergleichen. Sogar Dell war besser. Jetzt gibt es zwar eine Umwelt-Initiative – aber nur deshalb, weil das Thema populär ist.

Politik ist für Unternehmen nur dann wichtig, wenn sie Geld bringt.

Das ist eine ganz einfache (traurige) Regel und Apple hält sich strikt daran.

Und übrigens: Das iPhone unterstützt WLAN!