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	<title>sebmos.at &#187; Iran</title>
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	<description>„For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong.“ (H. L. Mencken)</description>
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		<title>The Revolution will be Twittered</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 11:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Iran ist gerade eine Revolution im Gange. Ob sie erfolgreich sein wird, hängt noch in der Schwebe, die Regierung tut im Moment alles, um die Proteste zu unterdrücken, durch Massenverhaftungen und rohe Gewalt. Mehrere Demonstrant/innen haben die Proteste bereits &#8230; <a href="http://sebmos.at/the-revolution-will-be-twittered/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" alt="Neda" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/06/nedairan_thumb.jpg" width="191" height="240" /></p>
<p>Im <a href="http://sebmos.at/thema/iran/">Iran</a> ist gerade eine Revolution im Gange. Ob sie erfolgreich sein wird, hängt noch in der Schwebe, die Regierung tut im Moment alles, um die Proteste zu unterdrücken, durch Massenverhaftungen und rohe Gewalt. Mehrere Demonstrant/innen haben die Proteste bereits mit ihrem Leben bezahlt, unter anderem die zur Märtyrerin stilisierte Neda (auf Fotos von ihrem blutverschmierten Gesicht verzichte ich hier, sie sind allerdings sehr einfach via Suchmaschine zu finden).</p>
<p>Sollte diese Revolution ihr Ziel erreichen, wird das unter anderem den neuen Medien zu verdanken sein, die bis vor kurzem noch als sinnlose Spaß-Tools abgetan wurden. Die Proteste wurden, nachdem das Regime die Handynetze abgedreht hat, unter anderem via <a href="http://twitter.com/"><strong>Twitter</strong></a> (einem Micro-Blogging-Tool) und <a href="http://www.facebook.com/"><strong>Facebook</strong></a> organisiert.     <br />Zu Beginn war Twitter überhaupt die einzige Nachrichtenquelle aus dem Iran, weil die klassischen Medien an ihrer Arbeit behindert wurden und auch jetzt, wo das Regime die Kommunikation besser “in den Griff bekommt” (= sperrt &amp; überwacht), kommen Informationen wieder hauptsächlich via Twitter.</p>
<p>Twitter hat eine derart wichtige Rolle gespielt, dass sich sogar das amerikanische Außenministerium eingeschalten hat, als Twitter ein System-Upgrade machen wollte, das während des (iranischen) Tages stattgefunden hätte.</p>
<p>Auch für meine persönliche Perspektive der Proteste hat die Twitter-Berichterstattung etwas geändert. Beim Mitlesen der Tweets am Sonntag letzte Woche (14. Juni) um Mitternacht hatte ich das Gefühl, mitten drin zu sein. Ich habe mich mehr informiert als ich das sonst bei Protestbewegungen tue, hab mitgeholfen, die Websites von Ahmedinejad und Khamenei zu crashen (Bitte jetzt nicht mehr versuchen, da diese Versuche das gesamte Internet bremsen, auch für die Protestant/innen!) und war letzte Woche beim Protestmarsch vom Heldenplatz zur iranischen Botschaft dabei.</p>
<p>Dass Informationen von Twitter schwer zu verifizieren sind, spielt für mich übrigens nur eine geringe Rolle. Es ist zwar nichts wirklich verifizierbar, es gibt aber gute Anhaltspunkte, um Vertrauenswürdigkeit zu messen. <a href="http://twitter.com/serv_/status/2204394832">“Ladies, flash your tits at next rally, Islam is dead, down with Islam!!!!”</a> würde ich zum Beispiel nicht als ehrlichen Tweet bezeichnen, der geht vermutlich vom Regime aus. <a href="http://twitter.com/StopAhmadi">@StopAhmadi</a> hat dagegen von Anfang an getwittert, markiert viele seiner Tweets als Gerüchte, wenn er sie nicht selbst verifizieren kann, etc.</p>
<p>Übrigens: Ich bin bei Twitter unter <a href="http://twitter.com/sebmos">@sebmos</a> zu finden.</p>
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		<title>Kein politischer Pragmatismus mit Ahmedinejad</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 10:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Netanyahu]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Mahmoud Ahmedinejad]]></category>
		<category><![CDATA[Pragmatismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachher ist man immer gescheiter. Ich hab vorgestern darüber nach gedacht, ob es klug sei, die Anti-Rassismus-Konferenz zu blockieren. Eine Rede wie die, die Ajmedinejad gestern gehalten hat, war ja zu erwarten. Gleichzeitig hat Benjamin Netanyahu gestern (auf Druck durch &#8230; <a href="http://sebmos.at/kein-politischer-pragmatismus-mit-ahmedinejad/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachher ist man immer gescheiter.</strong></p>
<p>Ich hab vorgestern darüber nach gedacht, ob es klug sei, die Anti-Rassismus-Konferenz zu blockieren. Eine Rede wie die, die <a href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/472151/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">Ajmedinejad gestern gehalten</a> hat, war ja zu erwarten.    <br />Gleichzeitig hat Benjamin Netanyahu gestern (auf Druck durch die USA) <a href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/471944/index.do">angekündigt</a>, ohne Vorbedingungen mit den Palästinensern verhandeln zu wollen.</p>
<p>Vergleichen wir die österreichische Teilnahme an der Konkurrenz mit den möglichen bedingungslosen Verhandlungen zwischen Israel und Palästina – zwei Entscheidungen, die aus politischem Pragmatismus getroffen wurden, und doch sehr verschieden sind.</p>
<p>Netanyahu verzichtet auf Vorbedingungen (entgegen seiner Wahlkampf-Aussagen), weil (wenigstens von Seiten der Fatah) eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft vorhanden ist, die Grundbedingung (Anerkennung des Staates Israel) aber aus politischen Gründen schwer vor Beginn der Gespräche erfüllt werden kann.   <br /><strong>Gespräche können stattfinden</strong>, weil von beiden Seite eine Gesprächsbereitschaft vorhanden ist.</p>
<p>Die Anti-Rassismus-Konferenz dagegen war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ahmedinejad hat nie glaubwürdig angedeutet, irgendwelche Gespräche führen zu wollen. Ein Eklat war absehbar, die Diskussionen von vorne herein zum Scheitern verurteilt.   <br /><strong>Gespräche können nicht stattfinden</strong>, weil keine ernsthafte Gesprächs-Bereitschaft von Seiten Ahmedinejads besteht. (Die Rede gestern ist der beste Beweis dafür.) Dafür muss die Welt auf den nächsten Präsidenten hoffen, falls die “Wahlkommission” überhaupt einen liberaleren Kandidaten zulässt.</p>
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