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	<title>sebmos.at &#187; Israel</title>
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	<description>„For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong.“ (H. L. Mencken)</description>
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		<title>Eindrücke von Israel</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 16:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich komme gerade von einem 10-tägigen Israel-Urlaub zurück, den ich zur Hälfte in der Wüste Negev (hauptsächlich in Sde Boker), zur Hälfte in der Landesmitte (Tel Aviv, mit Ausflügen nach Jerusalem und nach Nordisrael) verbracht habe. Die Zeit in der &#8230; <a href="http://sebmos.at/eindrucke-von-israel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich komme gerade von einem 10-tägigen <a href="http://sebmos.at/thema/israel/">Israel</a>-Urlaub zurück, den ich zur Hälfte in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Negev">Wüste Negev</a> (hauptsächlich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sede_Boker">Sde Boker</a>), zur Hälfte in der Landesmitte (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tel_Aviv-Jaffa">Tel Aviv</a>, mit Ausflügen nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalem">Jerusalem</a> und nach Nordisrael) verbracht habe. Die Zeit in der Wüste hab ich ohne Auto verbracht, ich haben mich mit dem öffentlichen Busnetz durchs Land bewegt, die restliche Zeit hab ich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kfar_Saba">Kfar Saba</a> bei Verwandten verbracht, mit denen ich verschiedene Auto-Ausflüge gemacht haben.</p>
<p>Hier möchte ich verschiedenen Eindrücke, die ich im Urlaub von Israel bekommen habe, notieren.</p>
<h2>Öffentliche Verkehrsmittel</h2>
<p>Es gibt in Israel ein Bus- und ein Zugnetz, ich hab nur die Busse verwendet. Die Busse sind in Israel privat, es gibt verschiedene Busunternehmen, aber öffentlich subventioniert und flächendeckend (jede Siedlung wird wenigstens einmal am Tag angefahren). Vor allem aber sind sie sehr billig, subjektiv geschätzt in etwa die Hälfte der Buspreise in Österreich.</p>
<p><a href="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/04/wstenegev.jpg"><img class="alignright" title="Wüste Negev" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/04/wstenegev-thumb.jpg" border="0" alt="Wüste Negev" width="240" height="180" align="right" /></a>Der Nachteil an den privaten Busunternehmen in Israel ist das <strong>Finden</strong> der Verbindungen. Es gibt kein einheitliches, zentrales Such-Interface für Verbindungen. Die verschiedenen Unternehmen haben eigene Websites, die man finden erst muss und von denen einige nur in Hebräisch verfügbar sind.<br />
Das Problem könnte man mit einer (erzwungenen) Datenöffnung beheben. Müssten die Verbindungsdaten in einem einheitlichen, Maschinen-lesbaren Format verfügbar sein, könnte jemand ein Such-Interface dafür basteln. (siehe Open Data)</p>
<p>Die Busfahrer waren dafür toll – abgesehen davon, dass sie alle Englisch gesprochen haben (das hab ich aber erwartet), haben sie unsere Bushaltestellen immer ausgerufen, obwohl sie das normalerweise nicht tun. Hätten sie das nicht getan, hätte ich sicher einige Haltestellen versäumt.<br />
Anschläge auf öffentliche Busse, wie am Höhepunkt der Zweiten Intifada leider üblich, gibt es seit dem Bau der Mauer rund ums Westjordanland und der Verbesserung der Beziehungen zur Fatah-Partei übrigens nicht mehr, Bus fahren in Israel dürfte damit nicht mehr oder weniger gefährlich sein als in anderen Ländern.</p>
<h2>Kontrollen, Soldat/innen &amp; Waffen</h2>
<p><a href="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/04/jerusalem.jpg"><img class="alignright" title="Jerusalem" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/04/jerusalem-thumb.jpg" border="0" alt="Jerusalem" width="240" height="180" align="right" /></a> Israel lebt, nicht ganz unverständlich (das Land hat mehrere existenzbedrohende Kriege hinter sich), in einem paranoiden Dauerzustand. Das manifestiert sich vor allem in den Kontrollen (Metalldetektoren &amp; Gepäckschleusen wie am Flughafen), die man bei Eingängen von Supermärkten, Bus-Terminals, Banken, manchen Bars usw. über sich ergehen lassen muss.<br />
Interessant ist auch, dass die Soldat/innen nicht kontrolliert werden und mit Maschinenpistolen bewaffnet überall rein dürfen. Wär ich ein Terrorist, würde ich auf einen unachtsamen Soldaten warten und ihn entwaffnen. (Zugegeben, mir ist nicht bekannt, dass so etwas je passiert wäre.)</p>
<p>Die israelische Fluggesellschaft El Al ist übrigens auch sehr paranoid, alle Fluggäste werden vom Sicherheitspersonal genau und mehrmals interviewt, mein Bruder wurde vor seinem Flug sogar in einen Verhörraum geschleppt und musste “beweisen”, dass er mit seinem Händi umgehen kann, etc. Beim Zurückfliegen wurde mein Gepäck geöffnet, ich musste die Herkunft eines Buches erklären. Obwohl ich das Gefühl habe, dass das Sicherheitspersonal Kontroll-Quoten erfüllen muss, um nicht obsolet zu werden, spricht der Erfolg für sich: <a href="http://elal.com/ELAL/English/States/General/">El Al</a> gilt als die sicherste Fluggesellschaft am Markt.</p>
<h2>Lebensstandard</h2>
<p>Die Israelis (Juden wie Araber, ohne <a href="http://sebmos.at/thema/palastina/">Palästinenser</a>) sind die wohlhabensten Menschen im Nahen Osten, Israel kann aber im Lebensstandard nicht mit Ländern Österreich mithalten. Irgendwie kein Wunder bei einem Militärbudget von etwa 7,3% des BIP, im Verhältnis mehr als das der USA (~4%).</p>
<p>Wie aber oben erwähnt, sind die Israelis dennoch die wohlhabensten Nahostler/innen. Die arabischen Israelis profitieren von dem Geld, das durch die jüdischen Einwanderer/innen ins Land bringen, ganz speziell von den jüdischen Feiertagen, an denen koschere (sich an jüdische Essens-Zubereitungs-Regeln haltende) Geschäfte und Restaurants nicht aufmachen, die vielen wenig gläubigen Jüd/innen aber trotzdem einkaufen oder essen wollen.</p>
<h2>Religiöse Feiertage</h2>
<p><a href="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/04/enavedat.jpg"><img class="alignright" title="En Avedat" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/04/enavedat-thumb.jpg" border="0" alt="En Avedat" width="180" height="240" align="right" /></a> Unglaublich, aber in Israel werden religiöse Feiertage tatsächlich respektiert! Bei der Planung unseres Urlaubs konnte ich am 8. April in Sde Boker nicht übernachten, weil die <a href="http://www.boker.org.il/english/">Field School</a> am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seder">Sederabend</a> zugesperrt war. Am <strong>Sabbat</strong> gabs keine Einkaufsmöglichkeit, weil sich das einzige Geschäft in Sde Boker an die religiösen Regeln hält, während der <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pessach">Pessach</a>-Feiertage</strong> hatten Geschäfte allgemein nur Halbtags offen. Vom Sederabend bis zum Ende des Pessach-Fests am 15. April gab es kein richtiges Brot zu kaufen. Das war nur die Oster- bzw. Pessach-Woche.<br />
Jemand stelle sich was vergleichbares mal in Österreich vor. :)</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">(Nur zur Klarstellung: Das sind keine gesetzlichen Regeln, sondern religiöse, die nicht eingehalten werden müssen. Es gibt Supermärkte, Restaurants usw. die trotzdem offen haben. Vor allem die arabischen Israelis werden zu nichts gezwungen.)</span> <em>Ich hab mich getäuscht: Wie meine Tante <a href="http://sebmos.at/eindrucke-von-israel/#comment-1282">anmerkt</a>, ist es tatsächlich gesetzlich verboten. Ich bin enttäuscht und entsetzt!</em></p>
<h2>Reiche Juden spenden Infrastruktur</h2>
<p>Seit der Staatsgründung sind viele, aber längst nicht alle Juden nach Israel gezogen. Viele reiche (<a href="http://sebmos.at/thema/usa/">amerikanische</a>) Juden sponsern daher aus schlechtem Gewissen, nicht am schwierigen Aufbau des Landes teilzunehmen, Gebäude und andere Projekte (zB Aufforstungsprojekte). Nirgends auf der Welt findet man so viele Schilder, auf denen Financiers gewürdigt werden oder an Opfer des Holocaust erinnert wird.</p>
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		<title>Kollateralschaden in Gaza, Libanon, Afghanistan und Irak</title>
		<link>http://sebmos.at/kollateralschaden-gaza-libanon-afghanistan-irak/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 22:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
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		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinter dem harmlosen Wort Kollateralschaden verbirgt sich etwas furchtbares, nämlich die unbeabsichtigten, zivilen Todesopfer in Kriegen. (Das Wort wird auch für Sachschäden oder psychische Schäden während eines Krieges verwendet, aber um die geht&#8217;s hier nicht.) In jedem Krieg, der nicht &#8230; <a href="http://sebmos.at/kollateralschaden-gaza-libanon-afghanistan-irak/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter dem harmlosen Wort <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollateralschaden">Kollateralschaden</a></em> verbirgt sich etwas furchtbares, nämlich die unbeabsichtigten, zivilen Todesopfer in Kriegen. <em>(Das Wort wird auch für Sachschäden oder psychische Schäden während eines Krieges verwendet, aber um die geht&#8217;s hier nicht.)</em></p>
<p>In jedem Krieg, der nicht auf fest definierten Schlachtfeldern stattfindet (also jedem Krieg seit dem Ersten Weltkrieg), gibt es Kollateralschaden &#8211; Opfer, die mit dem Krieg nicht unmittelbar (zB als Soldat/innen) zu tun haben, die von Querschlägern oder fehlgeleiteten Raketen getötet werden.</p>
<p>Der moderne Terrorismus hat den Begriff erweitert:</p>
<h2>Provozierte Kollateralschäden</h2>
<p>Terroristische Gruppen gehen immer mehr dazu über, die bekämpften Länder dazu zu bringen, Zivilist/innen zu töten, indem sie militärische Einrichtungen in Wohngebiete bauen werden. <em>(Das ist übrigens ein Verstoß gegen das Völkerrecht, denn verbietet militärische Einrichtungen in Wohngebieten.) </em>Angriffe auf diese Einrichtungen haben fast zwangsläufig zur Folge, dass es auch zivile Opfer gibt &#8211; egal, wie genau eine Bombe ihr Ziel trifft.</p>
<p>Für Länder, die Terrororganisationen bekämpfen, ist das ein Dilemma: Lässt man zu, dass sich Terroristen hinter Kindern verstecken, kann man sie nicht bekämpfen. Greift man sie trotzdem an, sterben Zivilist/innen. Meistens verliert man auch den Medienkrieg (um die Gunst der Öffentlichkeit), denn auch die Medienarbeit nach solchen Angriffen haben diese Terrororganisationen perfektioniert.</p>
<p>Aus diesem Dilemma kann man kaum entkommen. Einerseits ist es falsch, Zivilist/innen zu töten &#8211; andererseits werden Terrorist/innen selbst unbeteiligte Menschen ermorden. Beide Seiten dieser Diskussion haben gute Argumente &#8211; aber am Ende kann es nur eine Antwort geben: Wenn sich Terroristen, deren Ziel es ist, wahllos Menschen zu töten, gezielt hinter Menschen verstecken, um bei ihrem Tod auch möglichst viele zivile Opfer zu verursachen, <strong>müssen sie trotzdem angegriffen werden</strong>. Unschuldige Menschen werden wegen ihnen sterben &#8211; so oder so. Es ist besser, man versucht sie wenigstens langfristig zu stoppen.</p>
<p><em>Diese Taktik wird übrigens zumindest von den Taliban in Afghanistan, der Hamas in Gaza und der Hisbollah im (Süd-)Libanon eingesetzt.</em></p>
<p>In Zeiten des Chaos gibt es aber auch <strong>gute Nachrichten</strong>: Seit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Libanonkrieg_2006">Libanonkrieg 2006</a> (zwischen 17% (lt. Hisbollah) und 37% (lt. israel. Armee) der libanesischen Todesopfer Hisbollah-Kämpfer) hat Israel dazu gelernt und ihre Ziele besser ausgesucht. Laut UNO-Zahlen sind im Gazakrieg 2008/09 ca. <strong>75% der Opfer Hamas-Kämpfer</strong>. Ein schwacher Trost für die Familien der Toten &#8211; aber ein guter für all diejenigen, die die Hamas gerne tot gesehen hätte.</p>
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		<title>Palästinensische Demokratie schlachten, in Gaza?</title>
		<link>http://sebmos.at/palestinensische-demokratie-gaza/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 19:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>

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		<description><![CDATA[Den dritten Tag kämpft Israel jetzt gegen die Hamas, mittlerweile sollte das jeder mitbekommen haben. Die Zeitungen berichten, erstaunlich ausgewogen, und doch komme ich nicht umhin, einige der Äußerungen zu kommentieren. So spricht Mustafa Barghouti, palästinensischer Politiker (nicht der für &#8230; <a href="http://sebmos.at/palestinensische-demokratie-gaza/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1773" title="israel-hamas-krieg" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2008/12/israel-300x143.jpg" alt="israel-hamas-krieg" width="300" height="143" />Den dritten Tag kämpft Israel jetzt gegen die Hamas, mittlerweile sollte das jeder mitbekommen haben. Die Zeitungen berichten, erstaunlich ausgewogen, und doch komme ich nicht umhin, einige der Äußerungen zu kommentieren.</p>
<p>So spricht <strong>Mustafa Barghouti</strong>, palästinensischer Politiker (nicht der für fünffachen Mordes verurteilte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marwan_Barghuti">Marwan Barghouti</a>!), davon, dass Israel die <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1229975155895">palästinensische Demokratie &#8220;schlachtet&#8221;</a>. Sorry, aber da muss ich widersprechen: Im Gazastreifen gibt&#8217;s keine Demokratie. Die Hamas hat dort auf sehr, sehr gewalttätige Art und Weise die Macht übernommen und Fatah-Sympathisant/innen reihenweise ermordet (zB von Dächern von Hochhäusern hinunter geworfen) oder eingesperrt. Demokratie herrscht im Westjordanland &#8211; und das Gebiet wird nicht angegriffen.</p>
<p>Er spricht auch davon, dass Israel nicht die Hamas, sondern den palästinensischen Willen brechen will, indem sie Universitäten angreift. Nun, vermutlich haben einige Bomben ihr Ziel verfehlt, laut UNO hat es bisher 50 zivilistische Opfer gegeben, gleichzeitig wurden aber 250 Mitglieder der Hamas getötet.</p>
<p>Ob Israel diese Angriffe von langer Hand vorbereitet hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Israel wäre dumm, wenn es nicht Angriffspläne gegen alle Gegner hätte, einschließlich der Hamas. Die Frage ist, wann sie durchgeführt werden &#8211; und Israel hat die Hamas im Gazastreifen angegriffen, nachdem sie ihrerseits die Waffenruhe gebrochen hat.</p>
<p>Es wäre wünschenswert, wenn dieser Angriff nicht notwendig gewesen wäre und es wird sich erst zeigen, ob er überhaupt erfolgreich ist. Tatsache ist aber, dass die Hamas keine Anstalten gemacht hat, auf Israel zuzugehen. Die Zeichen, die Israel gesetzt hat (Abzug aus dem Gazastreifen 2005) waren oft schlecht (gleichzeitig weiterer Ausbau der Siedlungen im Westjordanland), die Hamas ist aber gleich gar nicht darauf eingegangen.</p>
<p>Dieses Faktum ist relativ leicht zu erkennen, wenn man denn will. Erstaunlich: Sogar Mahmut Abbas hat das gesehen. Er hat klipp und klar gesagt: Die Hamas ist selbst schuld, dass der Gazastreifen jetzt angegriffen wird. Er könnte das aus politischen Gründen gesagt haben, die Aussage hat ihm aber Popularität gekostet, also ist das eher unwahrscheinlich. Viel schlimmer: Arabische Politiker waren so empört, dass Mahmut Abbas seine Aussage revidieren musste und sich den üblichen israelisch-amerikanischen Verschwörungstheoretiker/innen angeschlossen hat.<br />
Das ist traurig &#8211; und zeigt einmal mehr, dass es auf arabischer Seite längst nicht mehr um einen palästinensischen Staat geht, sondern um simples Israel-Bashing.</p>
<p>Und obwohl die Hamas auch dieser Tage wieder viel Aufwand in den Medienkrieg zu stecken versucht, scheint sie diesmal nicht erfolgreich zu sein. Die Kommentare zu diesem Krieg sind zum Großteil Hamas-kritisch, wenn nicht gar Israel-freundlich.</p>
<p>Ich wünsche dem israelischen Militär viel Glück dabei, wenigstens den militärischen Zweig der Hamas zu zerschlagen und hoffe, dass die Befehlshaber im richtigen Moment den Krieg einstellen. Ich befürchte aber, dass das nicht so einfach ist. Dazu aber ein andermal.</p>
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		<title>Auswirkungen des Gefangenentauschs</title>
		<link>http://sebmos.at/auswirkungen-des-gefangenentauschs/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 13:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hisbollah]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Samir Kuntar]]></category>

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		<description><![CDATA[Fortsetzung eines Beitrags von gestern. Der Mörder Samir Kuntar (Zur Erinnerung: Er hat einen Israeli vor den Augen seiner 4 Jahre alten Tochter erschossen und ihr dann den Schädel mit einem Gewehrkolben eingeschlagen. In der libanesischen Version ist der Mann &#8230; <a href="http://sebmos.at/auswirkungen-des-gefangenentauschs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung eines <a href="http://sebmos.at/hisbollah-1-zivilisation-0/">Beitrags von gestern</a>.</p>
<p>Der Mörder Samir Kuntar (Zur Erinnerung: Er hat einen Israeli vor den Augen seiner 4 Jahre alten Tochter erschossen und ihr dann den Schädel mit einem Gewehrkolben eingeschlagen. In der libanesischen Version ist der Mann ein Atomwissenschaftler (stimmt nicht), von der Tochter ist nie eine Rede.) ist also frei und wird mit Staatsehren empfangen.</p>
<p>Nur einen Tag später sehe ich zwei Trends:</p>
<ul>
<li><strong>Die Hisbollah ist gestärkt.</strong> Sie hat es geschafft, dass sich alle &#8211; auch die Regierungsvertreter &#8211; bei ihr bedanken, ihre Rolle als &#8220;Befreiungs-Organisation&#8221; schätzen, etc. Die Hisbollah arbeitet hier für die Zukunft &#8211; sie muss sich im eigenen Staat nicht mehr für ihren &#8220;Widerstand&#8221; (Wogegen? Die Israelis sind seit 8 Jahren lange abgezogen!) rechtfertigen.</li>
<li><strong>Israel ist gestärkt.</strong> Ich hab das am Anfang nicht gesehen &#8211; ich sah den Austausch als strategischen Fehlschlag. Jetzt, wo ich die Kommentare auf <a href="http://derstandard.at/">derStandard.at</a> zu den Artikeln lese, merke ich aber, dass die Meinung geschwenkt hat. Normalerweise beklagt jeder zweite Kommentar im Forum das &#8220;israelische Regime&#8221; und die Opfer der Hisbollah, während über israelische Verluste frohlockt wird. Das hat sich geändert.  Ich hab fast keine solcher Kommentare gelesen.</li>
</ul>
<p>Wenn die Bevölkerung gegen den Libanon ist, wird auch irgendwann die Politik aufhören, das Land zu unterstützen. Verdient hat es diese Unterstützung nicht.</p>
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		<title>Hisbollah 1, Zivilisation 0</title>
		<link>http://sebmos.at/hisbollah-1-zivilisation-0/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 09:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gilad Shalit]]></category>
		<category><![CDATA[Hisbollah]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hisbollah ist durchgeführt: Israel bekommt die Leichen zweier Soldaten, von denen man lange geglaubt hatte, sie würden noch leben. Hisbollah bekommt dafür ca. 200 Leichen von ihren Kämpfern und mehrere Gefangene, unter anderem einen &#8230; <a href="http://sebmos.at/hisbollah-1-zivilisation-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hisbollah ist durchgeführt: Israel bekommt die Leichen zweier Soldaten, von denen man lange geglaubt hatte, sie würden noch leben. Hisbollah bekommt dafür ca. 200 Leichen von ihren Kämpfern und mehrere Gefangene, unter anderem einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samir_Kuntar">Kindermörder</a>.</p>
<p>Hoffen wir, dass <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gilad_Shalit">Gilad Shalit</a> noch lebt und befreit werden kann.</p>
<p><strong>Hisbollah (Iran) 1, Zivilisation 0</strong></p>
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		<title>Palästinensisches Marketing-Kunststück</title>
		<link>http://sebmos.at/palstinensisches-marketing-kunststck/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2007 22:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach vier Monaten Entführung wurde der BBC-Korrespondent Alan Johnston freigelassen, als Held des Tages präsentiert sich die Hamas, allen voran Premier der mittlerweile abgesetzten und nur noch im Gaza-Streifen regierenden Regierung Ismail Haniyeh. Gratulation &#8211; das Kunststück ist gelungen! Nachdem &#8230; <a href="http://sebmos.at/palstinensisches-marketing-kunststck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach vier Monaten Entführung wurde der BBC-Korrespondent Alan Johnston freigelassen, als Held des Tages präsentiert sich die Hamas, allen voran Premier der mittlerweile abgesetzten und nur noch im Gaza-Streifen regierenden Regierung Ismail Haniyeh.  Gratulation &#8211; das Kunststück ist gelungen!  Nachdem die Hamas militärisch die Macht im Gaza-Streifen an sich gerissen hat, und die Fatah sehr gewalttätig vertrieben hat, ist sie für kurze Zeit selbst für sonst sehr Palästinenser-freundlichen Medien in Ungnade gefallen.  Fatah-Sympatisanten von Hochhäusern werfen oder Granaten in Flüchtlingsgruppen werfen &#8211; das kommt einfach nicht gut. Die Sache mit den Kämpfen in und um Krankenhäusern war taktisch auch nicht klug. (Quelle: <a href="http://www.hrw.org/english/docs/2007/06/13/isrlpa16156.htm">Human Rights Watch</a>)</p>
<p>Die plötzliche Befreiung von Alan Johnston, dessen Befreiung die Hamas schon länger versprochen hat, und jetzt, nachdem die Berichterstattung über die Verbrechen der Hamas langsam nachgelassen haben, medial perfekt inszeniert wurde, wird helfen, Europa wieder auf einen Anti-Israel, Pro-Hamas-Kurs zu bringen.  So können die Politiker des rechten und linken Randes wieder fröhlich die Menschenrechtsverbrechen Israels anklagen und die arme, niedliche Hamas betrauern.  Auch im Israel-Libanon-Krieg 2006 haben es die Terroristen der Hisbollah geschafft, Europa irgendwie dazu zu bringen, Israel für den Krieg verantwortlich zu machen.  Es wäre wirklich wünschenswert, wenn Israel bessere Spin-Doktoren hätte, um auch seinerseits die öffentliche Meinung so exzellent zu beeinflussen&#8230;</p>
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