Ron Conway, ein bekannter Business Angel, beklagt sich darüber, dass kleinere Risikokapitalgeber im Rennen um junge Start-Ups den Gründern einen Geldbonus anbieten, wenn sie ein Investmeht der kleineren, unbekannteren Risikokapitalgeber annehmen, anstatt eines von einer Firma wie Sequoia.
Anscheinend hat auch Mark Zuckerberg bei einer Finanzierungsrunde Bargeld erhalten.
Ist das wirklich schlecht?
Ich denke nicht. Mark Zuckerberg hat für seine Arbeit so bereits vorgesorgt, er kann gemütlich leben, während er an seiner Firma arbeitet. Damit steht er nicht unter Druck, das erstbeste Übernahme-Angebot für Facebook anzunehmen. Vielleicht hätte er das sehr frühe angebliche Angebot von Google (für 10 Millionen Dollar) angenommen. Oder eines der Yahoo!-Angebote, das höchste bisher für 1,6 Milliarden Dollar.
So kann er es sich aber eher leisten, mit Facebook zu spielen.
Außerdem: Leben wir nicht in einer Welt des Kapitalismus? Wenn das Geld für einen Privat-Bonus vorhanden ist, wieso soll er nicht ausbezahlt werden? Zerstört es den Private Equity-Markt? Überhaupt nicht! Es verringert die Image-Vorteile bekannter Investoren und hilft unbekannten Investoren.
Das kann zwar dank mangelnder Erfahrung unbekannter Investoren ein Nachteil sein, aber Firmengründer, die soweit sind, Finanzierungsverhandlungen abzuschließen, werden wohl in der Lage sein, dieses Risiko abzuschätzen.