Wissenslücken von Palin ein Scherz?

Sarah PalinSarah Palin, in den Tagen nach der Wahl zur Lachnummer der (US-)Nation geworden, ist vielleicht doch nicht so dämlich, wie ursprünglich angenommen. Bei der Geschichte, Sarah Palin wüsste nicht, dass Afrika ein Kontinent sei, wurden Quellen aus der McCain-Kampagne zitiert. Später hat sich ein angeblicher Berater von John McCain, Martin Eisenstadt vom Harding Institute for Freedom and Democracy, als Quelle gemeldet. Weder Eisenstadt noch das Harding Institute existieren tatsächlich, der Blog und die Instituts-Website sind Scherz-Websites, erstellt von den Filmemachern Dan Mirvish und Eitan Gorlin.

MSNBC hat die Geschichte mittlerweile zurück genommen, Fox News hält weiterhin daran fest und sagt, dass die Filmemacher nur behauptet hätten, für die Geschichte verantwortlich zu sein (sie wurde anfänglich anonym verbreitet, “Martin Eisenstadt” kam erst später dazu), was nicht stimmen muss.

Spannend ist das in mehrerlei Hinsicht: (1) Man hat Palin zugetraut, das nicht zu wissen. (2) Sollte die Geschichte wirklich falsch sein, hätten sie die Mainstream-Medien nicht überprüft – genau das, was sie auch Blogger/innen vorwerfen und als eigene Existenzberechtigung sehen. (3) Diese Geschichte hat das Image von Palin beschädigt – egal, wie sie sich weiterentwickelt.