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	<title>sebmos.at &#187; Privatsphäre</title>
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	<description>„For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong.“ (H. L. Mencken)</description>
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		<title>Die neue Daten-Realität des Web</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 13:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web/Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Online Tracking]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinen Artikeln zum Thema Datenschutz bzw. Privatsphäre hab ich darüber geschrieben, wie böse Personensuchmaschinen wirklich sind und wie Online Tracking funktioniert. Heute möchte ich über das Sammeln von Daten im Internet ganz grundsätzlich schreiben und mit einem Beispiel anfangen: &#8230; <a href="http://sebmos.at/neue-daten-realitaet-web/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Artikeln zum Thema <a href="http://sebmos.at/thema/privatsphare/">Datenschutz bzw. Privatsphäre</a> hab ich darüber geschrieben, <a href="http://sebmos.at/yasni-123people-privatsphaere-datenschutz/">wie böse Personensuchmaschinen wirklich sind</a> und <a href="http://sebmos.at/alles-uber-online-tracking/">wie Online Tracking funktioniert</a>. Heute möchte ich über das Sammeln von Daten im Internet ganz grundsätzlich schreiben und mit einem Beispiel anfangen:</p>
<h2>Großbritannien</h2>
<p>Großbritannien wird gerade zum totalen Überwachungsstaat. Milliarden und Abermilliarden an Pfund werden investiert, um überall im Land Millionen von Kameras zu installieren. Für die Überwachung und Auswertung der Bilder müssen selbstverständlich tausende zusätzliche Polizist/innen angestellt werden, was wieder viele Millionen Pfund kostet.</p>
<p>Um die Daten “effektiv” verwenden zu können, werden außerdem Programme entwickelt, die Gesichter und “verdächtiges Verhalten” erkennen. Ja, auch das kostet wieder Millionen von Pfund – alles bei sehr fraglichem Erfolg. Es gibt nach wie vor keine Studie, die die Effektivität dieser Überwachungs-Maßnahmen aufzeigt.</p>
<h2>Internet</h2>
<p>Im Internet dagegen ist das “Überwachen” von Personen einfacher. Bei jedem Seitenaufruf werden automatisch einige Daten über eine Person mitgeschickt (IP-Adresse, Browser-Kennung, Betriebssystem, Sprache, etc.), die einfach und billig gespeichert werden können. Eine Analyse dieser Daten ist einfach, es gibt dutzende kostenlose oder relativ günstige Software-Paketen dafür.</p>
<p>Es muss außerdem keine neue Infrastruktur (zB Kameras) errichtet werden, die Daten in halbwegs maschinenlesbarer Form vorhanden, die Analyse ist einfach und günstig.</p>
<p>Auch das Ziel ist ein viel einfacher: Während im Überwachungsstaat die eindeutige Identifizierung bestimmter Personen eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Milliardeninvestition ist, genügt den Internet-Firmen die verschiedenen Daten in einzelne Datenstränge (=Personen) unterteilen zu können. Eine persönliche Identifikation spielt keine Rolle, eine niedrige Fehlerquote spielt keine Rolle.</p>
<h2>Was tun?</h2>
<p>Legislative Maßnahmen stoppen die Datensammlung nicht, da Internet-Server in jedem Land der Welt stehen können. Solche Maßnahmen – und ihre effektive Exekution – müssten in <em>jedem einzelnen Land der Welt</em> gewährleistet werden, da Server überall stehen können und die “Bösewichte” gerne mit ihnen umziehen werden. Auch das ist im Internet besonders einfach.</p>
<p>Eine Abhilfe könnten auch Anonymisierungs-Dienste wie <a href="http://www.torproject.org/">TOR</a> schaffen. Oder auch nicht &#8211; denn auch der Anonymisierungs-Server schickt Daten mit und kann damit durchaus ein &#8220;Profiling&#8221; ermöglichen. Außerdem erfordern immer mehr Websites Cookies, die entweder die Deaktivierung des Anonymisierungs-Servers erfordern oder durch die Cookies wieder ein Profiling ermöglichen. Was, wenn nun Spammer oder andere Bösewichte diese Anonymisierungs-Server zur Verfügung stellen und damit selbst Daten sammeln?</p>
<h2>Neue Realität</h2>
<p>Kurz: <strong>Wir leben in einer neuen Realität der Privatsphäre.</strong> Wer im Internet surft, ist “verfolgbar”. Daran ändern Gesetze nichts und Anonymisierungs-Dienste wenig. Der Begriff &#8220;Privatsphäre&#8221; wird neu definiert werden. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Erst, wenn wir diese Grundvoraussetzungen akzeptieren, können wir eine ernsthafte und ehrliche Diskussion über die Zukunft von Datenschutz und Privatsphäre im Internet führen.</p>
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		<title>Yasni, 123people und die Privatsphäre</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 20:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web/Technik]]></category>
		<category><![CDATA[123people]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Yasni]]></category>

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		<description><![CDATA[Start-Ups wie Yasni, 123people, Spock und andere führen zunehmend zu einem Aufschrei der Internet-Benutzer/innen. Die Drei haben eines gemeinsam: Sie versuchen, persönliche Daten im Internet durchsuchbar zu machen. Während die amerikanische Personen-Suchmaschine Spock versucht, verfügbare Daten zu konkreten Profilen zu &#8230; <a href="http://sebmos.at/yasni-123people-privatsphaere-datenschutz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Start-Ups wie <a href="http://sebmos.at/thema/yasni/">Yasni</a>, <a href="http://sebmos.at/thema/123people/">123people</a>, <a href="http://sebmos.at/thema/spock/">Spock</a> und andere führen zunehmend zu einem Aufschrei der Internet-Benutzer/innen. Die Drei haben eines gemeinsam: Sie versuchen, <strong>persönliche Daten im Internet durchsuchbar</strong> zu machen. Während die amerikanische Personen-Suchmaschine Spock versucht, verfügbare Daten zu konkreten Profilen zu gruppieren (also ein eigenes Profil für jeden &#8220;Hans Maier&#8221;), gehen die europäischen Pendants Yasni und 123people den einfacheren Weg und fassen für jeden Namen die Suchergebnisse verschiedener Services (<a href="http://sebmos.at/thema/google/">Google</a>, <a href="http://sebmos.at/thema/facebook/">Facebook</a>, Herold, etc.) zusammen (also eine Seite für alle &#8220;Hans Maier&#8221;).</p>
<p>Viele Anwender/innen sind schockiert über die Fülle an Informationen, die oft im Internet zu finden ist. Oft lassen sich Hauptschulaufsätze, peinliche Fotos oder Kommentare finden, von denen man längst vergessen hat, dass man sie jemals geschrieben hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-2062" title="Kraken" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/02/kraken-300x225.jpg" alt="Kraken" width="300" height="225" /></p>
<h2>Mangelnde Sensibilisierung</h2>
<p>Das Problem dabei ist offensichtlich: Weder die Entwickler/innen von Webprojekten noch deren Anwender/innen waren auf Privatsphäre sensibilisiert, dadurch wurden Web-Projekte entwickelt, die auf Datenschutz wenig Wert legten und von den Anwender/innen ungefragt mit Informationen gefüllt.</p>
<p>Die Entwickler/innen haben den Anwender/innen keine geeigneten Werkzeuge in die Hand gegeben, um ihre Privatsphäre zu kontrollieren, die haben aber auch nie danach gefragt.<br />
Heute sind wir in einer Situation, in der den Anwender/innen die Sensibilität eingeprügelt wird, weil sie plötzlich bemerken, wie viele Daten eigentlich bereits verfügbar sind. Aber auch die Entwickler/innen werden sensibilisiert: Facebook hat vorgezeigt, dass es möglich ist, die Privatsphäre der Mitglieder zu schützen, wenn das ihr Wunsch ist.</p>
<h2>Don&#8217;t shoot the Messenger</h2>
<p>Wir dürfen jetzt nicht anfangen, die falschen Leute kritisieren. Angebote wie Yasni und 123people haben eine breite Masse an Menschen erst auf das Problem der Privatsphäre sensibilisiert, veröffentlichen selbst aber keine neuen Daten. Amazons Wunschlisten (als Beispiel) sind nunmal öffentlich (und können &#8220;privat&#8221; gemacht werden).</p>
<p>Die positive Seite ist auch klar: Die Anwender/innen fangen langsam an, ihre <a href="http://sebmos.at/personliche-daten-im-internet/">Online-Präsenz zu kontrollieren</a> und Beschränkungen in der Datenverarbeitung zu fordern (siehe <a href="http://sebmos.at/thema/studivz/">StudiVZ</a>, wo man seit heftigen Protesten personalisierte Werbung deaktivieren kann).</p>
<p>Vor allem aber sind alle Daten, die heute auf Yasni oder 123people zu finden sind, auch anderorts zu finden. Die &#8220;Bösen&#8221; wussten schon immer, wie man sie findet. Die haben im Browser 10 Tabs geöffnet und verschiedene Services (Google, Herold, Facebook, MySpace, Google Images, etc.) durchsucht und hatten die gleichen Informationen am Bildschirm.</p>
<p>Wir sollten froh sein, dass einer immer größeren Anzahl an Menschen bewusst wird, wie viele Informationen über sie im Internet vorhanden sind!</p>
<h2>Presentify</h2>
<p>Diese Diskussion hat für mich als Mitgründer von <a href="http://www.presentify.at/">Presentify</a> auch eine persönliche Dimension. So hab ich bemerkt, dass in den letzten Monaten zunehmend die Privatsphäre-Einstellungen angepasst wurden, einige Mitglieder sogar ihre Accounts gelöscht haben, um damit nicht mehr bei Google gefunden werden zu können.</p>
<p>Wir ermöglichen unseren Mitgliedern selbstverständlich, den Grad der Veröffentlichung ihrer Daten zu kontrollieren und in Suchergebnisseiten aller Art (Mitglieder-Suche auf Presentify, Google, 123people) nicht vorzukommen.</p>
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		<title>Alles über Online Tracking</title>
		<link>http://sebmos.at/alles-uber-online-tracking/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 16:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web/Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Online Tracking]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag wurde im Rahmen der Vorlesung Gesellschaftliche Spannungsfelder der Informatik an der Technischen Universität Wien geschrieben. Online Tracking, also das Aufzeichnen von Benutzerverhalten über mehrere Seiten einer Website, findet auf verschiedene Wege mit verschiedenen Mitteln zu verschiedenen Zwecken statt. &#8230; <a href="http://sebmos.at/alles-uber-online-tracking/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag wurde im Rahmen der Vorlesung <a href="http://twoday.tuwien.ac.at/gsi/">Gesellschaftliche Spannungsfelder der Informatik</a> an der <a href="http://www.tuwien.ac.at/">Technischen Universität Wien</a> geschrieben.</em></p>
<p>Online Tracking, also das Aufzeichnen von Benutzerverhalten über mehrere Seiten einer Website, findet auf verschiedene Wege mit verschiedenen Mitteln zu verschiedenen Zwecken statt. Es ist ein Eingriff in die <a href="http://sebmos.at/thema/privatsphare/">Privatsphäre</a>, der technisch zwar bedingt umgehbar ist, aber wegen seiner mangelnden Sichtbarkeit kaum beachtet wird. Das Problem (aus Sicht der Benutzer) bzw. der Vorteil (aus Sicht der Website-Betreiber) an Online Tracking ist vor allem, dass es so einfach ist. Für die meisten Arten gibt es mittlerweile sehr einfache und sehr günstige (oder sogar kostenlose) Angebote.</p>
<h2>Verschiedene Formen</h2>
<h3>Log-Dateien am Server</h3>
<p>Die einfachste Form des Tracking ist das Aufzeichnen und Analysieren von Log-Dateien am Server. Der Server erhält bei jedem Aufruf verschiedene Daten vom Browser, unter anderem den User Agent (die Identifizierung von Browser &amp; Betriebssystem), die Browser-Sprache, die IP-Adresse oder die Adresse der verweisenden Seite (Referrer). Diese Daten können zu einer einfachen Zugriffsstatistik zusammengefasst werden, es können durch eine Gruppierung durch IP-Adresse auch (unzuverlässige) Rückschlüsse auf die konkrete Navigation eines Benutzers durch die Website gezogen werden. Diese Form von Tracking kann vom Benutzer nur durch die Verwendung von Anonymisierungs-Proxies (zB <a href="http://www.torproject.org/">TOR</a>) komplett unterbunden werden. Diese können aber ihrerseits wieder die Zugriffe protokollieren, wirkliches Vertrauen kann man daher nur in selbstaufgesetzte Server haben.<br />
Diese Log-Files können auf allen Servern erstellt werden. Sie ermöglichen aber keine verlässliche Eingrenzung der Daten in einzelne Computer, da hinter einzelnen IP-Adressen viele Computer stehen können (zB in Firmen-Netzwerken).</p>
<h3>Tracking-Cookie</h3>
<p><a href="http://flickr.com/photos/57231735@N00/2153404633/"><img class="alignright size-medium wp-image-2039" title="Cookies" src="http://sebmos.at/wp-content/uploads/2009/02/cookie-300x225.jpg" alt="Cookies" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Das Tracking-Cookie erweitert die Funktionalität Log-Files um die Möglichkeit, einzelne Besuche nach Computer zu gruppieren und somit verlässliche Bewegungsprofile zu erstellen. Diese Tracking-Cookies haben für gewöhnlich nur eine ID, die am Server gespeichert wird. Daten zum Bewegungsprofil direkt in das Cookie zu speichern macht keinen Sinn, da die Daten sich dann nicht im &#8220;Besitz&#8221; der datenspeichernden Firma befinden und nicht verwendet werden können.<br />
Diese Tracking-Cookies werden auch dazu verwendet, Aktivitäten von Computern über eine bestimmte Domain hinaus zu verfolgen. Sie werden über IFrames oder Grafiken aufgerufen, meistens von Werbenetzwerken oder Statistik-Firmen. Zur Möglichkeit des Deaktivierens dieser Funktion kommen wir später.</p>
<h3>JavaScript</h3>
<p>Die vom Browser automatisch mitgelieferten Daten sind zwar nützlich, aber manchmal nicht genug. Ein Browser schickt <em>statische</em> Daten beim <em>Seitenaufruf</em> über die <em>eine Seite</em> an den Server, nicht aber über irgendetwas, das später passiert. Mit JavaScript und dem XMLHttpRequest (kurz: <a href="http://sebmos.at/thema/ajax/">AJAX</a>) kann der Browser auch komplexere Daten, wie Mausklicks (auf welche Position der Seite wird geklickt, selbst wenn es kein Link ist; an welcher Stelle werden grafische Links angeklickt) oder Scrollverhalten (nach wie viel Zeit wird bei einem Artikel nach unten gescrollt, wie schnell) protokollieren und an den Server schicken, der diese Daten analysiert. Am Beispiel des Scrollverhaltens könnte man beispielsweise erkennen, ob ein Benutzer eines Blogs einen Artikel tatsächlich liest, und wie schnell er das in etwa tut. Man könnte auch sehen, ob er die Kommentare zu einem Artikel, oder nur den Text selbst liest.<br />
Um diese Form des Online Tracking zu verhindern, muss JavaScript völlig deaktiviert werden. Das ist immer weniger möglich bzw. oft auch nicht im Interesse der Benutzer, wenn diese bestimmte Funktionen moderner Websites verwenden wollen. Alternativen sind JavaScript Whitelisting (JavaScript ist grundsätzlich deaktiviert, kann für einzelne Seiten aktiviert werden), wie mit der Firefox-Extension <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/722">NoScript</a>.</p>
<h2>Tracking-Cookie löschen</h2>
<p>Tracking-Cookies loszuwerden ist nicht so einfach. Eine Möglichkeit ist, Cookies zu deaktivieren. Das erlaubt mittlerweile jeder Browser, man geht damit auf Nummer sicher, riskiert aber auch<br />
Die <a href="http://networkadvertising.org/">Network Advertising Initiative (NAI)</a> bietet eine Möglichkeit an, sich von diesen <a href="http://networkadvertising.org/managing/opt_out.asp">Tracking-Cookies auszutragen</a>. Alle Mitglieder der Initiative (viele hochrangige Namen sind dabei) haben sich verpflichtet, das Austragen aus Tracking-Cookies zu ermöglichen. Die Ironie der Sache: Das Austragen erfordert ein weiteres Cookie!</p>
<p>Die NAI umfasst zwar einige Werbenetzwerke, allerdings längst nicht alle. Mit Google, Yahoo und AOL sind wenigstens die größten am Markt dabei, größe europäische Werbenetzwerke fehlen allerdings beispielsweise.</p>
<p>Eine andere Möglichkeit wäre, die Cookies grundsätzlich zu deaktivieren. Viele Websites erfordern allerdings Cookies, um korrekt zu funktionieren. Auch diese Lösung ist also nicht optimal.</p>
<p>Die beste Halblösung ist, den Browser so zu konfigurieren, dass die Cookies erst nach Beendigung der Browser-Session (= nachdem der Browser geschlossen wurde) zu löschen. Das erlaubt zwar Tracking-Cookies das Mitverfolgen einer einzelnen Browser-Session, also meistens maximal einen ganzen Tag, andererseits aber auch die Verwendung der meisten Web-Anwendungen, bei denen man sich mittels Cookie einloggen kann. Moderne Browser wie der <a href="http://getfirefox.com/">Mozilla Firefox</a> unterstützen diese Funktion.</p>
<h2>Gefahr von Tracking-Cookies &amp; Daten</h2>
<p>Cookies können grundsätzlich nur von der Domain abgefragt und geändert werden, für die sie erstellt wurden, selbst wenn sie abgefangen würden, sind sie aber ohne die Datenbank im Hintergrund ziemlich wertlos.<br />
Cookies selbst haben fast nie konkrete Informationen gespeichert, sondern nur eine ID, die zur Zuordnung der Browser-Daten am Server verwendet wird. Sie sind damit nur in Verbindung mit dieser Datenbank interessant.</p>
<p>Die meisten Firmen verkaufen diese Daten nicht, da sie an sich nicht besonders wertvoll sind. Sie werden normalerweise verwendet, um die angezeigte Werbung auf Benutzer-Interessen zu optimieren (wobei keine Daten an Werbetreibende weitergegeben werden) oder zu verstehen, wie die Benutzer eine Website verwenden, um diese zu optimieren.</p>
<h2>Quellen</h2>
<ul>
<li><a href="http://www.torproject.org/">TOR-Projekt (Anonymizer)</a></li>
<li><a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/722">NoScript Firefox-Extension</a></li>
<li><a href="http://networkadvertising.org/">Network Advertising Iniative</a></li>
<li><a href="http://networkadvertising.org/managing/opt_out.asp">Network Advertising Iniative &#8211; Opt-Out from Tracking Cookies</a></li>
<li><a href="http://getfirefox.com/">Mozilla Firefox</a></li>
<li>Bild: <a href="http://flickr.com/photos/57231735@N00/2153404633/">callme_crocket @ Flickr</a></li>
</ul>
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		<title>Persönliche Daten im Internet</title>
		<link>http://sebmos.at/personliche-daten-im-internet/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 11:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web/Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Digg]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin ein Web-Freak, habe Profile bei einem ganzen Haufen Websites, habe einen Blog, den ich unter meinem echten Namen schreibe, und so weiter. Ich bin aber auch ein Freund meiner Privatsphäre. Mir ist klar, dass Google mittlerweile viel über &#8230; <a href="http://sebmos.at/personliche-daten-im-internet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein Web-Freak, habe Profile bei einem ganzen Haufen Websites, habe einen Blog, den ich unter meinem echten Namen schreibe, und so weiter. Ich bin aber auch ein Freund meiner Privatsphäre. Mir ist klar, dass Google mittlerweile viel über mich wissen muss. Aber bekomme ich diese Informationen auch wieder raus?</p>
<p>Ich hab das <strong>Experiment</strong> gemacht, und versucht, möglichst viele (unnötige bzw. unerwünschte) Informationen über mich aus der Google-Suchmaschine rauszubekommen.</p>
<p>Meine konkreten Ziele waren:</p>
<ol>
<li>Weg mit <strong>unnötigen Informationen</strong> (Profile, die ich nur zu Testzwecken angelegt habe, die keine Informationen beinhalten, außer, dass sie existieren)</li>
<li>Weg mit <strong>unerwünschten Informationen</strong> (zB Aussagen, die mir im Berufsleben schaden könnten bzw. mir im Nachhinein peinlich sind)</li>
<li>Prominentere Platzierung der <strong>erwünschten Profile</strong> (mein Blog, <a href="http://twitter.com/sebmos">Twitter</a>, <a href="http://www.presentify.at/sebastian-moser-u1">Presentify</a> &#8211; die sollen sich nicht hinter anderen Seiten verstecken)</li>
<li>Vermischen mit <strong>anderen, gleichnamigen Personen</strong> (damit können Suchergebnisse ohne Foto nicht mehr eindeutig zugeordnet werden)</li>
</ol>
<h2>Schritt 1</h2>
<p>Ich hab auf www.google.com und www.google.at nach meinem Namen und meinen häufig gewählten Synonymen gesucht und geschaut, was angezeigt wird. Flickr-Profil, alter Blog, ehemaliger Projekt-Blog, neuer Blog, viele verschiedene Website-Profile &#8211; alles mögliche ist aufgetaucht.</p>
<p>Diese Websites habe ich in eine Liste eingetragen und ihnen eine &#8220;Lösch-Priorität&#8221; zugewiesen. Leere, wertlose Seiten hatten eine niedrige Priorität, &#8220;problematische&#8221; Seiten eine hohe.</p>
<h2>Schritt 2</h2>
<p>Die Websites auf dieser Liste bin ich dann eine nach der anderen durchgegangen. Ich hab mich eingeloggt, versucht, die Accounts zu löschen oder wenigstens die einzeln angebenen Daten zu löschen oder so weit zu ändern, dass sie nichts mehr mit meiner Person zu tun haben. (Geburtsdatum auf 01.01.1970 geändert, Geschlecht auf &#8220;Bitte auswählen&#8230;&#8221; zurück gesetzt, etc.)</p>
<p>Wo das Löschen direkt auf der Website nicht möglich war, hab ich mir eine Support-E-Mail-Adresse gesucht und per E-Mail gebeten, meinen Account zu löschen. (Das funktioniert fast überall innerhalb weniger Tage.)</p>
<p>Die Profile, die ich löschen konnte, hab ich in der Liste entsprechend markiert. Die, wo ein &#8220;einfaches&#8221; Löschen (direkt auf der Website) nicht möglich war, ebenfalls.</p>
<h2>Schritt 3</h2>
<p>Jede Woche habe ich wieder in Google gesucht und geschaut, welche Profile noch vorhanden sind und welche schon gelöscht wurden. Auch diese Änderungen habe ich wieder in die Liste eingetragen.</p>
<h2>Meine Erfahrung</h2>
<p>Google löscht Suchergebnisse, die als Websites nicht mehr existieren (logisch) und indexiert regelmäßig alle Websites neu, dadurch war ich relativ schnell relativ erfolgreich beim Löschen meiner Daten. Es lohnt sich aber auch, mit Windows Live Search, Yahoo! und Ask zu suchen. Nicht, weil diese Suchmaschinen mehr Ergebnisse anzeigen (ganz im Gegenteil), sondern weil sie durch andere Ranking-Algoritmen auch andere Websites anzeigen.</p>
<h2>Ausnahmen &amp; Probleme</h2>
<h3>Benutzernamen</h3>
<p>Die Benutzernamen sind Probleme. Ich habe bei einigen Websites meinen vollen Namen als Benutzernamen verwendet. Das war beim Versuch, die Profile zu löschen, bei manchen Websites ein Problem, da ich den Account nicht löschen konnte!</p>
<h3>Profil-Bilder</h3>
<p>Viele Websites, bei denen ich zwar mein Profil nicht löschen konnte, aber wenigstens die Daten &#8220;zerstörte&#8221;, hatten keine Funktion, um das Profil-Bild zu löschen. Das lässt sich leicht umgehen: Nehmt ein leeres Bild (Ich hab eine transparente 1&#215;1 Pixel große GIF-Grafik genommen.) und ladet es hinauf &#8211; Problem gelöst.</p>
<h3>Unlöschbare Accounts</h3>
<p>Ein Grundsatzproblem, das ich oft entdeckt habe ist, dass man Accounts ganz einfach nicht löschen kann. Ich habe selbst mehrere Community-Websites entwickelt und weiß, dass man schwer einfach alle Daten einer Person aus einer Website entfernen kann. Ich weiß aber auch, dass es trotzdem möglich ist, persönliche Daten unerkennbar zu machen. Es lohnt sich, im Zweifelsfall nachzufragen und um eine Account-Löschung zu bitten.</p>
<h3>Langzeit-Speicher</h3>
<p>Während ich von den Suchmaschinen meine Daten runter bekommen habe, gibt es einen zweiten Typ an Websites, die sich davon nicht beeindrucken lassen, weil sie diese Suchresultate längst gespeichert haben: Profil-Aggregatoren wie Spock (aber <a href="http://sebmos.at/yasni-123people-privatsphaere-datenschutz/">nicht wie 123people und Yasni</a>) und Langzeit-Suchmaschinen wie das <a href="http://web.archive.org/">Web Archive</a>. Letzteres ist zwar unbekannt, langsam und schwer zu durchsuchen, bietet aber trotzden Potential zur missbräuchlichen Verwendung.</p>
<p>Auch die Profil-Aggregatoren sind nicht zu unterschätzen. Sie durchsuchen das Web und löschen alte Ergebnisse nicht, da sie nicht nach den Websites, sondern nach den Informationen suchen. Spock (ich setze keinen Link, da ich kein großer Fan mehr bin &#8211; eine Google-Suce nach dem Namen findet die Website ohnehin) kann man zwar beeinflussen &#8211; es gibt aber das Risiko, Daten nicht mehr aus dem System zu bekommen. Am Klügsten ist es hier, das Profil für sich zu nützen und zu beeinflussen, um unerwünschte Informationen zu entfernen oder erwünschte Informationen hervorzuheben.</p>
<h2><a href="http://www.presentify.at/">Presentify.at</a></h2>
<p>Dieses Experiment hat mir für Presentify die Augen geöffnet, das naturgemäß ebenfalls persönliche Informationen sammelt. Wir ermöglichen es unseren Mitgliedern aber, ganz einfach ihren Account zu löschen &#8211; in diesem Fall werden bis auf den Namen alle Profil-Informationen (Alter, Geschlecht, Homepages, Profil-Bild, etc.) sowie Events (inkl. alle damit zusammenhängenden Daten) und Freundschafts-Einträge vollständig gelöscht, der Name wird zusammengestutzt (aus &#8220;Sebastian Moser&#8221; wird &#8220;Sebastian M.&#8221;). Was wir nicht löschen, sind die vom Mitglied erstellten Daten. (Nachrichten, Gästebuch-Einträge, Kommentare)</p>
<p>Ich denke, das ist ein vernünftiger Mittelweg.</p>
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		<title>Google vs. Überwachung</title>
		<link>http://sebmos.at/google-vs-uberwachung/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 13:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web/Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Gmail]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Google wird zwar immer wieder vorgeworfen, in großem Ausmaß in die Privatsphäre seiner Benutzer einzudringen, in Wirklichkeit sind sie aber eine der wenigen Firmen, die sich gegen staatlichen Einfluss wehrt. So legt sich Google dieses Mal mit der deutschen Regierung &#8230; <a href="http://sebmos.at/google-vs-uberwachung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google wird zwar immer wieder vorgeworfen, in großem Ausmaß in die Privatsphäre seiner Benutzer einzudringen, in Wirklichkeit sind sie aber eine der wenigen Firmen, die sich gegen staatlichen Einfluss wehrt.</p>
<p>So legt sich Google dieses Mal mit der deutschen Regierung an, während Yahoo! im Falle von Flickr gebuckelt hat, und umfangreiche (und anscheinend auch überzogene) Zensur-Maßnahmen aktiviert hat.</p>
<p>Konkret droht Google damit, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/91627/">Gmail in Deutschland abzuschalten</a>, sollte die Regierung eine <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/88449">Gesetzesinitiative zur Vorratsspeicherung</a> von Daten beschließen.</p>
<p>Google hat mit seinen Argumenten ganz recht: Nationale Gesetze spielen im Internet keine Rolle, weil die Firmen einfach ins Ausland abwandern, und die Benutzer mit.</p>
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