Apple-Chef verdient 647 Millionen

Steven Jobs ist also mit einem Gehalt von 647 Millionen Dollar der bestverdienendste Manager der Welt, titelt derStandard.at.

647 Millionen?!

Ja, 647 Millionen. Unglaublich, oder? Natürlich fangen da gleich die Flame Wars an. Wie kann ein Manager, die doch immer nur Leute rausschmeißen, mit so viel Geld belohnt werden? Das ist doch unerhört!

Liebe Leute, lasst euch folgendes gesagt sein:

  • Apple hat 2006 19,3 Milliarden Dollar Umsatz gemacht, bei knapp 2 Milliarden Dollar Gewinn, ein neuer Rekord. (Quelle: heise.de)
  • Apple ist sich mit iPod/iTunes zum größten Musikplayer-Hersteller und einem der größten Musikretailer (und dem größten Online-Musik-Retailer) gemausert.
  • iPod/iTunes haben auch die Computer-Sparte gestärkt, die wesentlich bessere Chancen hat, zu einem Alternativ-Desktop-Betriebssystem zu werden als Linux.
  • Apple hat mit dem iPhone ein Produkt geschaffen, das bereits jetzt 6% der Amerikaner kaufen wollen, obwohl es noch garnicht veröffentlicht wurde.
  • Apple’s Aktienwert ist stärker gestiegen als der von Google. (Quelle: Google Finance)
  • Und: Ohne Steven Jobs gäbe es das Unternehmen nicht mehr.

Und all das ist zum Großteil Steven Jobs zu verdanken. Er hat die Firma vor dem Konkurs gerettet. Er hat Apple von einer Computerfirma in einen Lebensstil für seine Kunden verwandelt. Seine Keynotes sind es, die tausende Menschen an den Computer fesseln.

Und: Sein Gehalt ist nur deshalb so hoch, weil die Aktien so stark gestiegen sind. Richtig: Sein Gehalt ist Aktienabhängig. Der Rest ist tatsächlich nur ein Dollar.

In meinen Augen ist das also überhaupt kein Grund zur Aufregung. Steven Jobs hat hervorragende Arbeit geleistet, und allen Grund, sich das auch bezahlen zu lassen. Ohne ihn hätten 18.000 Apple-Angestellte vielleicht keinen Job, der Online-Musikmarkt wäre nicht so fortgeschritten (Hey, die großen Musikkonzerne verkaufen immerhin über den iTunes Music Store mp3-Musik!) und es gäb weniger Konkurrenz.

Frauen in der Liste

Was ich bedenklicher finde ist, dass nur 12 Frauen in der Forbes-Liste der 500 Top-Verdiener/innen stehen. 12 von 500? Keiner kann mir erzählen, dass das genetisch bedingt ist. Hier läuft etwas gewaltig falsch, hier gehen viele talentierte Manager/innen verloren.