Adobe hat mit Google und Yahoo zusammengearbeitet, um Flash-Texte von Suchmaschinen indizierbar zu machen. Dafür hat Adobe eine Technologie entwickelt (also einen SWF-Parser), die die Suchmaschinen verwenden.
Adobe möchte damit erreichen, dass mehr Leute ganze Homepages mit Flash entwickeln (und nicht nur Spiele, Video-Player oder Widgets). Google und Yahoo haben darin scheinbar wenig Vertrauen, da die SWF-Spezifikation nämlich von Adobe offengelegt wurde, hätten sie schon lange selbst einen SWF-Parser entwickeln können.
Das Problem mit Flash für Benutzer ist klar:
- Langsam
Es muss meistens ein Stück Flash vorab geladen werden. Weil Flash meistens auch schon animiert und gestyled ist, ist es meist Grafik-intensiver als eine normale Website. - Keine Standard-Funktion
Auch wenn die Mehrheit der Internet-Benutzer Flash installiert haben, gibt es immer noch viele, die es nicht haben. Eine Flash-Seite ist also ein Problem, weil einige Leute sie ganz einfach nicht ansehen können. Gar nicht. (Nicht optimiertes HTML für Uralt-Browser kann man trotzdem noch anschauen.) - Untypisches Verhalten
Flash verhält sich ganz einfach anders – das finde ich die nervigste Sache überhaupt. Markierter Text sieht anders aus. Das Kontext-Menü sieht anders aus. Alle UI-Elemente sehen anders aus.
Das Problem für die Benutzer ist auch ein Problem für die Suchmaschinen, denn die verlinken nicht zu Inhalten, die ihre Nutzer vielleicht nicht sehen können. Außerdem sind Flash-Inhalte schwer zu ranken, weil sie nicht verlinkt werden können.
Ich hoffe, dass Google die Rankings von Flash-Seiten nicht verbessert. Flash ist ein Werkzeug für die wenigen Dinge, die HTML (noch) nicht selbst kann. Hoffentlich wird es auch für andere Dinge ersetzt. Die Zeichen stehen gut: WHATWG (von allen Browser-Herstellern außer Microsoft unterstützt – bisher) hat einen <video>-Tag vorgeschlagen (Implementierung im Firefox ist in Arbeit) und will dem Dateiupload-Formular-Element <input type=”file”> ermöglichen, mehrere Dateien gleichzeitig hinaufzuladen.