Wahlzuckerl – Kostenaufstellung

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Jede Partei hat Wahlzuckerl (also Forderungen, die im Wahlkampf besonders lautstark betont werden) im Angebot, aber sie sind unterschiedlich teuer. Hier eine Liste der Zuckerl inklusive voraussichtlicher Kosten:

SPÖ

Weg mit Studiengebühren, 13. Familienbeihilfe, Halbierung der Umsatzsteuer für Lebensmittel, Erhöhung des Pflegegelds & Verlängerung der Hacklerregelung
Voraussichtliche Kosten: 1,3 Mrd. Euro

ÖVP

Erhöhung von Pflegegeld & Familienbeihilfe, gratis Kindergartenjahr, “Österreich-Ticket” für Öffis
Voraussichtliche Kosten: 550 Mio. Euro

Grüne

Gratis Öffis für Kinder, Lehrlinge, SchülerInnen und StudentInnen für den Weg vom Wohnort in die Arbeit oder Schule.
Voraussichtliche Kosten: 420 Mio. Euro

FPÖ

Senkung der Mineralölsteuer, Entfall von Umsatzsteuer auf Medikamente
Voraussichtliche Kosten: 6 Mrd. Euro

BZÖ

“Kärntner Modell”: Teuerungsausgleich von 100 Euro & Billigdieseltankstellen
Voraussichtliche Kosten: unbekannt

Witziges Detail am Rande: Die ÖVP war die erste Partei, die mit Wahlzuckerl an den Start gegangen ist – lustigerweise mit SPÖ-Forderungen, die die ÖVP selbst allesamt während der Regierungszeit abgelehnt hat. Jetzt fordert die ÖVP einen Stop der Wahlzuckerl. Na ja.

Die Forderungen der Grünen sind die billigsten von allen Parteien – auch nicht schlecht.

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3 Kommentare »

Patrick Minar
31. August 2008 @ 10:25 Uhr

Deine Aufstellung ist leider nur ein Auszug. Insgesamt wird noch viel mehr gefordert. Insbesondere bei den Grünen. Laut Van der Bellen kommen die Grünen auf rd. 6 Mrd. Kosten, rd. 5 Mrd. werden durch Neueinnahmen gegenfinanziert. Der läppische Rest von rd. 1 Mrd. muss halt kreditfinanziert werden. Zumindest hat er das bei der letztwöchigen Präsentation des Grünen Wahlprogramms gesagt.

Sebastian
31. August 2008 @ 13:18 Uhr

Ich unterscheide in diesem Fall zwischen dem Parteiprogramm und den Wahlzuckerl. Letztere werden viel stärker kommuniziert und als “Wahlversprechen” interpretiert, haben also eine höhere Umsetzungs-Erwartung und -Wahrscheinlichkeit.

Die Programme im Detail sind viel komplexer und schwerer vergleichbar, meist mit Gegenfinanzierungsplänen, etc. (Die werden meistens *nicht* als Wahlversprechen propagiert.)

Babsi
2. September 2008 @ 08:55 Uhr

Beträgt der Teuerungsausgleich des BZÖ nicht 200 Euro?

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